Blankenburg l Stornierungen von Buchungen in der Blütenstadt und Fragen zu Veranstaltungen – damit ist das Team der Blankenburger Touristinformation derzeit vor allem beschäftigt. Die Einrichtung im Kleinen Schloss am Schnappelberg ist seit Montag, 20. April, wieder für Besucher geöffnet – unter besonderen Hygiene-Vorkehrungen: Eintreten dürfen Gäste nur mit Mund-Nase-Maske und unter Einhaltung der auf dem Fußboden weiß-rot markierten Sicherheitsabstände.

„Wie schon vor den Lockerungen, als wir nur telefonisch und per E-Mail erreichbar waren, interessiert die Leute vor allem: Werden Veranstaltungstermine ganz abgesagt oder verlegt? Behalten meine Karten ihre Gültigkeit?“, erläutert Susanne Dahlhaus. Laut der Leiterin der Gastgewerbe-Zentrale anullierten Harz-Urlauber ihre Buchungen bislang meist nur für den Mai. „Offenbar haben viele die Hoffnung auf einen Inlandsurlaub im Sommer noch nicht aufgegeben – wir auch nicht.“ Die Harzregion könne einen wahren Boom erleben, sollten Ferien in Deutschland wieder erlaubt werden, aber Auslandsreisen noch verwehrt bleiben.

Neues Online-Angebot für Radfahrer

Die Zeit bis dahin lassen die Mitarbeiter der Touristinformation nicht ungenutzt: So habe Dahlhaus in der vergangenen Wochen rund 250 Kilometer auf dem Fahrrad rund um die Blütenstadt zurückgelegt – für das Projekt „KlimaRad Blankenburg“. „Bald sollen Besucher auf unserer Internetseite ausführliche Informationen zu den einzelnen Touren finden – jetzt haben wir die Gelegenheit, das Radwegenetz und die Gegebenheiten an den Strecken persönlich zu testen“, erläutert die Leiterin der Touristinfo.

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Ein weiteres Projekt, an dem ihr Team derzeit arbeitet: „Wir erstellen sogenannte ‚Infopunkte to go‘ für alle unsere Ortsteile.“ In den Broschüren sollen – analog zu den jüngst aufgebauten Pavillons – unter anderem eine Ortsbeschreibung mit historischen und aktuellen Inhalten, eine Karte sowie Infos zu Sehenswürdigkeiten, Erlebnismöglichkeiten, Veranstaltungen und dem Projekt „KlimaRad“ zu finden sein.

Viele Wanderer unterwegs

Bereits jetzt lasse sich in der Corona-Krise ein Trend erkennen: Rund um Blankenburg sind derzeit besonders viele Wanderer unterwegs, berichtet Touristinfo-Mitarbeiter Marko Sandro Schüren. Das hätten sowohl Begehungen der Touristiker auf den Pfaden als auch vermehrte Anfragen im Servicebüro der Harzer Wandernadel, ebenfalls im Kleinen Schloss untergebracht, gezeigt.

Auch die Festung Regenstein vor den Toren der Stadt erlebt in der Corona-Krise einen Besucher-Ansturm. Das weitläufige Gelände der Burgruine samt Kiosk ist seit Mittwoch, 22. April, unter Sicherheitsauflagen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Allein am Wochenende tummelten sich geschätzt 400 Besucher im Freilichtmuseum. „Bislang halten sich die Gäste an die Abstandsbestimmungen, unser Konzept funktioniert“, erläutert Schüren weiter.