Wienrode l Anderthalb Jahre Warten an der Harzstraße in Wienrode haben eine Ende: Der Verkehrsspiegel an der Kreuzung nahe des Silberbachs ist gerichtet, Autofahrer aus der Kommißstraße haben wieder Überblick auf die Hauptstraße. Der Technische Eigenbetrieb (TEB) der Stadt Blankenburg hat sich dem wohl bei einem Sturm verdrehten Spiegel angenommen, berichtet Rathaus-Sprecher Bennet Dörge auf Volksstimme-Anfrage.

Der kurzfristig anberaumten Aktion war ein langer Kampf für Ilona Ulrich vorangegangen: „Niemand hat sich für den verdrehten Spiegel zuständig gefühlt“, berichtet die Anwohnerin der nun entschärften Gefahrenstelle. Statt Sicht auf die Hauptstraße hätten Autofahrer, die die Kommißstraße verlassen wollten, nur Einblicke in die Einfahrt des Fleischers auf der Ecke erhalten. „Es gab fast tagtäglich brenzlige Situationen. Mein Mann und ich hatten jedes Mal Angst, wenn wir die Stelle passieren mussten“, erläutert die ehemalige Bürgermeisterin von Wienrode.

Doch mit ihren Anfragen sei Ilona Ulrich bei städtischem Ordnungsamt und TEB lange auf taube Ohren gestoßen, ebenso bei der Harzer Landkreis-Verwaltung. Die Autobahn- und Straßenmeisterei Wernigerode habe sich laut Volksstimme-Informationen ebenfalls nicht zuständig gefühlt, weil es sich bei dem Spiegel nicht um ein Verkehrszeichen handelt. Deshalb sprang letztendlich spontan der TEB ein.