Wernigerode l Den Plan, neue Blitzertechnik anzuschaffen, hat das Wernigeröder Ordnungsamt vorerst auf Eis gelegt. „Die Voraussetzungen dafür sind nicht gegeben“, berichtete Amtsleiterin Anja Münzberg am Donnerstagabend im Finanzausschuss.

Geplant war demnach, insgesamt 170.000 Euro zu investieren. 30.000 Euro davon sollten laut Kalkulation für drei festinstallierte Messsäulen ausgegeben werden. Amtsvorgänger Gerald Fröhlich habe jedoch lediglich ein Angebot hinterlassen, demzufolge eine Säule allein ohne Stromanschluss mit 30.000 Euro zu Buche schlagen würde.

Unklar sei zudem, wo die neuen Blitzer stehen sollten. Weder sei eine Standortbestimmung erfolgt noch mit den Eigentümern möglicher Flächen gesprochen worden. „Das war nicht vorbereitet“, so Anja Münzberg.

Noch nicht abgeschrieben

Darüber hinaus sei festgestellt worden, dass die vorhandene Technik erstens funktioniert und zweitens noch nicht abgeschrieben ist. Dies habe sich bei der Erarbeitung der Eröffnungsbilanz herausgestellt, die künftig Basis der Haushaltsführung ist, berichtete Kämmerer Frank Hulzer.

Deshalb will die Ordnungsamtschefin die Anschaffung auf 2019 verschieben. „Dann läuft der Wartungsvertrag für die vorhandene Technik aus.“ Bis dahin wolle sie die Frage, ob und wo stationäre Tempomessgeräte Sinn haben, „von Grund auf neu aufrollen“. Ob ähnliche Technik wie in Halberstadt gekauft werden solle, fragte Kevin Müller (SPD). Man sei mit der Firma im Gespräch, so Anja Münzberg. Im Oktober sollten Standorte begangen und ein Konzept erarbeitet werden. Hendrik Thurm (CDU) warnte, Gäste mit Blitzern an den Ortseingängen abzuschrecken. „Das macht keinen guten Eindruck.“ Das Thema soll bei den Haushaltsberatungen 2018/2019 wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden.