Wernigerode l Es ist noch taghell, wenn rund um das Wernigeröder Waldhofbad die Scheinwerfer angehen. „Manchmal schon halb sieben am Abend“, hat Petja Rohr beobachtet. „Das blendet richtig.“ Auch morgens herrsche am Freibad noch Festbeleuchtung. Dafür hat der Wernigeröder kein Verständnis. „Das frisst doch Strom“, so Rohr am Lesertelefon der Harzer Volksstimme. Auf der anderen Seite barme die Stadt, dass es an Geld fehle.

Die Scheinwerfer sollen nach der Schließung des Bades die Wasserfläche beleuchten, erläutert Rathaussprecher Tobias Kascha auf Nachfrage, und „Personen davon abhalten, unerlaubt während der Abendstunden das Waldhofbad zu nutzen“. Normalerweise gebe es eine Zeitschaltuhr, die regelt, wann die LED-Scheinwerfer an- und wieder ausgehen. Den Leserhinweis nehme die Stadtverwaltung dankend auf. „Wir werden die Intervalle erneut kontrollieren und gegebenenfalls abändern“, so Kascha.

Probleme

Die Scheinwerfer wurden 2015 installiert und zwar aus gutem Grund. Damals gab es massive Probleme mit nächtlichen Eindringlingen. Ruhestörung und Vandalismus in der Badeanlage waren an der Tagesordnung. Es kam sogar vor, dass sich die oftmals betrunkenen Eindringlinge prügelten. Um dem Hausfriedensbruch durch die Nachtschwimmer einen Riegel vorzuschieben, wurden damals die Kontrollen rund um das Bad intensiviert und außerdem die Scheinwerfer aufgestellt. Seither habe es laut Tobias Kascha keinen einzigen Zwischenfall gegeben – weder Hausfriedensbruch noch Sachbeschädigung. „Insofern hat sich die Beleuchtung bewährt“, so der Sprecher.

Übrigens: das Waldhofbad hat noch bis Ende August geöffnet.