Wohngebiet Tiergarten

Warum auf Spielplatz in Ilsenburg mit schwerem Gerät Unrkaut gejätet wird

Der Kinderspielplatz im Ilsenburger Wohngebiet Tiergarten wird erneuert. Vor allem das wuchernde Unkraut soll bekämpft werden.

Von Jörg Niemann
Der Kinderspielplatz im Wohngebiet Tiergarten in Ilsenburg ist zurzeit eine Baustelle. In den kommenden Wochen wird der Platz umgestaltet. Vor allem dem dort in Massen wuchernden Unkraut soll damit begegnet werden.
Der Kinderspielplatz im Wohngebiet Tiergarten in Ilsenburg ist zurzeit eine Baustelle. In den kommenden Wochen wird der Platz umgestaltet. Vor allem dem dort in Massen wuchernden Unkraut soll damit begegnet werden. Foto: Jörg Niemann

Ilsenburg - Der Spielplatz im Ilsenburger Tiergarten ist momentan nicht nutzbar. Statt Kinder im Sandkasten buddeln dort Arbeiter mit schwerem Gerät im Sand, der den gesamten Platz bedeckt. Gerade diese Fülle an Sand war es, die für Probleme sorgte. „Was in den Vorjahren mit der damaligen Trockenheit noch im Rahmen blieb, war in diesem Jahr nicht zu bändigen“, sagte Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke (CDU). Damit meinte er vor allem üppig aus dem Gras wuchernde Unkraut.

Kaum war es an einer Ecke entfernt, wuchs es an der anderen Ecke schon wieder nach. Guter Rat war also gefragt, zumal auf dem Platz im relativ kleinen Wohngebiet nicht permanent Kinder unterwegs sind, die mit ihren Schritten Pflanzen im frühen Stadium am Wachsen hätten hindern können. Und da es sich um einen Kinderspielplatz handelt, ist eine Unkrautbekämpfung mit chemischen Mitteln ohnehin keine Option.

Die Lösung der Unkraut-Problematik fand sich nun in der Form, dass eine ohnehin nötige Generalkontrolle des Zustands der Spielgeräte mit einem Umbau auf dem Platz verbunden wurde „Der Sand, der bislang über den gesamten Platz verteilt war, wird jetzt an den Rändern des Spielplatzes konzentriert. Die Spielgeräte rücken etwas näher in der Mitte zusammen und erhalten statt des bisherigen Sandes, den gesetzlich vorgeschriebenen Fallschutz aus Rindenmulch“, erläuterte Denis Loeffke. Er hofft, dass damit die Unkraut-Problematik besser in den Griff zu bekommen ist. Inmitten des Mulches wächst kaum Unkraut und wenn es nur am Rand wuchert, ist es besser zu beseitigen. Auf anderen Plätzen funktioniert dieses Prinzip jedenfalls.

Bauhof auf Spielplatz in Drübeck und für Jubiläum im Einsatz

Die Arbeiten auf dem Platz werden von einer Baufirma erledigt. Den Bauhof der Stadt dafür einzusetzen war nicht möglich, denn die Frauen und Männer sind mit dem in Eigenregie der Stadt Ilsenburg entstehenden neuen Kinderspielplatz in Drübeck beschäftigt.

Außerdem wächst das Unkraut in diesem Jahr nicht nur im Spielplatzsand besonders gut, sondern im gesamten Stadtgebiet. Und das in einer Stadt, die in gut fünf Wochen den 1025. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung feiern möchte. Spätestens dann möchte sich Ilsenburg von seiner optisch besten Seite präsentieren.

Spielplatz soll bis Beginn des Schuljahres fertig sein

Wie lange am Spielplatz im Tiergarten noch gebaut wird, war auf den Tag genau nicht zu erfahren. Wie bei jedem Tiefbau-Vorhaben möglich, können stets die Überraschungen unter der Erde lauern. „Bislang läuft aber alles nach Plan und ich gehe davon aus, dass voraussichtlich nach dem Beginn des neuen Schuljahres der Platz wieder voll genutzt werden kann.

Bis dahin müssen die Kinder vom Tiergarten einen anderen Platz zum Spielen nutzen, an denen es in der Ilsestadt aber nicht mangelt. Der Bürgermeister hofft, dass die Eltern darauf hinwirken, dass der Tiergarten-Spielplatz zurzeit eine Baustelle ist, eine mit viel Sand, aber auch mit einigen Gefahren. Aktuell härten die neuen Fundamente der Geräte-Verankerungen aus. Und dies ist nur in zuvor geschachteten Löchern möglich, die für Kinder durchaus zur Unfallquelle werden können.