Freizeit

Westernstadt Pullman City in Hasselfelde startet in die Saison

Die Westernstadt Pullman City in Hasselfelde öffnet morgen ihre Tore für Besucher – wegen der Pandemie später als sonst und mit einigen Besonderheiten.

Von Katrin Schröder
Der Big Moose Saloon in der Westernstadt Pullman City in Hasselfelde hat eine neue Terrasse im Obergeschoss erhalten, damit mehr coronagerechte Sitzplätze zur Verfügung stehen.  Die letzten Vorbereitungen zur Saisoneröffnung laufen auf Hochtouren.
Der Big Moose Saloon in der Westernstadt Pullman City in Hasselfelde hat eine neue Terrasse im Obergeschoss erhalten, damit mehr coronagerechte Sitzplätze zur Verfügung stehen. Die letzten Vorbereitungen zur Saisoneröffnung laufen auf Hochtouren. Foto: Katrin Schröder

Hasselfelde - Endlich geht es los: Auf diesen Moment haben Wolfgang Hagenberger und seine Mitarbeiter lange gewartet. Am morgigen Freitag, 10.Juni, öffnet die Westernstadt Pullman City in Hasselfelde nach monatelanger Pause wieder ihre Türen für Besucher. „Es ist höchste Eisenbahn“, sagt der Geschäftsführer im Volksstimme-Gespräch und verspricht: „Es gibt jede Menge Sehenswertes und zahlreiche Aktivitäten.“

Später noch als 2020, als coronbedingt zu Pfingsten geöffnet werden durften, geht Pullman City nun an den Saisonstart. „Das schmerzt natürlich“, sagt der Geschäftsführer mit Blick auf das entgangene Geschäft. Sein Team habe die Zeit aber genutzt, um die Westernstadt auf Vordermann zu bringen und einige Um- und Ausbauten vorzunehmen.

Das Ziel war dabei, dass sich mit Blick auf Corona künftig so viel wie möglich im Freien abspielen könne, sagt Wolfgang Hagenberger. „Wir machen alles open air, soweit es geht.“ Dazu wurden zum Beispiel 300 überdachte Sitzplätze zusätzlich geschaffen, dies vor allem auf der neu gebauten Terrasse im Obergeschoss des Big Moose Salon. Dort haben die Gäste nicht nur frische Luft und ein Dach über dem Kopf, sondern auch einen direkten Blick auf die Main Street, auf der die Westernshows stattfinden.

Neues Haus für Kommandozentrale

Die Kommandozentrale, von der aus die Shows technisch gesteuert werden und die sich zuvor in der ersten Etage des Saloons befand, musste wegen des Terrassenbaus verlegt werden – in ein neu errichtetes Häuschen mit leuchtend roter Fassade.

Um das Gästeaufkommen entlang der zentralen Hauptstraße ein wenig zu entzerren, bauen Mitarbeiter zudem nahe dem Saloon Sitzgelegenheiten aus Findlingen. „Das ist der kleine Brocken“, so Hagenberger. Rund 500.000 Euro habe das Unternehmen zusätzlich in die Bauarbeiten investiert.

Die Innenräume inklusive der Geschäfte können aber besucht werden, betont der Geschäftsführer. „Wir dürfen alles öffnen, aber teilweise ist ein Mundschutz zu tragen, und es gibt Einschränkungen bei der Personenzahl.“

Mit Abstand in der Kutsche

Die bekannten Hygieneregeln gelten auch beim Besuch in Pullman City. Ponyreiten und Kutschfahrten seien unter Wahrung der Abstände möglich. Das Streichelgehege dürfe aber erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 öffnen.

Dort, wo man im Freien womöglich enger zusammenrücke, sollen Masken getragen werden. Das gelte zum Beispiel bei den Shows, worauf Lautsprecherdurchsagen hinweisen sollen. Hagenberger baut darauf, dass sich die Besucher daran halten. „Die Leute sind zu 99,9 Prozent vernünftig.“ Viele seien froh, dass sie wieder etwas unternehmen könnten. „Wir wollen den Leuten Freude bieten.“

Am Eingang ist wie andernorts auch ein Nachweis über Impfung, Genesung oder ein negatives Corona-Testergebnis vorzulegen. Weil dies für manche Gäste eine Hürde darstellt, sollte eigentlich zur Eröffnung am Freitag am Eingang ein Testzentrum aufgebaut werden. Der Plan ist aber nicht aufgegangen. „Es war nicht möglich, weil es kein Personal gibt“, sagt Hagenberger.

Verzögerung für Testzentrum

Nach langer Suche habe man einen der derzeit sehr gefragten Dienstleister gefunden, der in Hannover zahlreiche Testzentren betreibt und in Hasselfelde eins errichten könnte. Weil aber die beauftragte Spedition mangels Fahrer die dazu nötigen Container nicht rechtzeitig in den Harz bringen kann, verzögert sich der Start. „Ab dem 15. oder 16. Juni wird aber Testen vor Ort möglich sein“, verspricht Wolfgang Hagenberger.

Der Mitarbeitermangel sei auch in der Westernstadt selbst ein großes Problem, sagt der Geschäftsführer. Viele hätten sich in der langen Corona-Schließzeit beruflich umorientiert und fehlten nun beim Neustart. „Wir sind froh, dass wir einen Kernstamm an Mitarbeitern haben. Aber wir könnten 20 Leute mehr beschäftigen, wenn sie denn da wären.“ Daher werde man im „Notbetrieb“ starten, so Hagenberger. „Aber die Leute werden das nicht merken.“

Westernstadt-Geschäftsführer Wolfgang Hagenberger hat auf der neuen Terrasse des Big Moose Saloon Platz genommen.
Westernstadt-Geschäftsführer Wolfgang Hagenberger hat auf der neuen Terrasse des Big Moose Saloon Platz genommen.
Foto: Katrin Schröder
Damit sich die Gäste bei den Shows besser verteilen, werden mithilfe von Findlingen neue Sitzmöglichkeiten geschaffen.
Damit sich die Gäste bei den Shows besser verteilen, werden mithilfe von Findlingen neue Sitzmöglichkeiten geschaffen.
Foto: Katrin Schröder