Wernigerode l Dieser Mittwoch ist mit 17,5 Grad Celsius der wärmste Februartag in Wernigerode gewesen. Die Durchschnittstemperatur in diesem Monat lag in der bunten Stadt am Harz bei knapp fünf Grad, informiert Steffen Schröter vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf Volksstimme-Nachfrage. „In der Tat ein sehr warmer Februar“, so der DWD-Sprecher. Die Durchschnittstemperaturen würden etwa fünf Grad über dem langjährigen Mittelwert liegen.

Schuld an der frühlingshaften Witterung sei eine sogenannte Omega-Wetterlage, so der Experte. „Wir stehen unter einem kräftigen Hochdruckgebiet, das subtropische Luftmassen aus dem westlichen Afrika nach Mitteleuropa bringt.“ Das bescherte unter anderem Deutschland den sonnenreichsten Februar seit Langem. Gleichzeitig schiebe sich aber kalte Luft aus Russland nach Südeuropa und sogar bis nach Ostafrika und sorge beispielsweise in Griechenland für eisige Kälte.

Solche Wetterextreme würden „immer mal wieder vorkommen“, schätzt Steffen Schröter ein. „Aber eine so stabile Wetterlage mit solch hohen Temperaturen haben wir höchsten einmal aller zehn Jahre - wenn überhaupt.“

Neuschnee durch Temperatursturz im Harz?

Am Freitag. 1. März, beginnt aus meteorologischer Sicht der Frühling. Müssen sich die Skifreunde im Harz also vom Winter verabschieden? „Nicht ganz“, sagt der DWD-Sprecher. Wie aus den Prognosen für die nächsten zwei Wochen hervorgehe, erwartet Deutschland ein Temperatursturz. „Es geht zehn Grad runter“, so Schröter. „In Wernigerode vielleicht sogar 15 Grad.“ Und für den Harz deute sich Schnee an. „Ganz genau kann ich es nicht sagen“, so der Wetterexperte. „Aber ausschließen kann ich es nicht.“

Übrigens: Anderswo in Deutschland war es im Februar noch deutlich wärmer als in Wernigerode. So in Geilenkirchen, bei Aachen, wo am 17. Februar das Quecksilber auf 20,6 Grad kletterte. Am 26. Februar konnte man in Kaiserslautern sogar 21,3 Grad verzeichnen.