Wernigerode l Seit dem Montagmorgen kämpfen die Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahnen, des Brockenwirts und der Räumdienste auf dem Brocken im Harz. Fräse und Schaufelbagger sind nötig, um die Zugänge zu den Häusern am Brockenbahnhof freizuhalten. Über Nacht ist die Schneedecke auf Norddeutschlans höchsten Berg auf über 200 Zentimeter angewachsen und es schneit kräftig weiter. Der heftige Sturm hat Schneeverwehungen von mehreren Metern verursacht, so dass die Warte des Deutschen Wetterdienstes nicht mehr mit dem Fahrzeug erreichbar ist. Da hilft auch der sonst sehr zuverlässige Geländewagen nicht weiter. Die Mitarbeiter können nur zu Fuß durch den tiefen Schnee zu ihrem Arbeitsplatz.

Trotz der Ferien haben nur wenige Wanderer den Brocken erreicht. Sie berichten von eisigen Temperaturen und Schneeflocken wie Nadelstiche. Einige wollten eigentlich mit der Brockenbahn nach oben, doch diese hatte den Betrieb vorläufig eingestellt. Orkanböen von bis zu 140 km/h fegten am Wochenende über den Harzgipfel. Derzeit liegen die Böen bei etwa 90 bis 100 km/h. Deshalb bleibt auch die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes weiter bestehen.

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