Zielitz l Funklink ist eines der größten Projekte des Vereines Boerde.de. Damit soll besonders Menschen und Unternehmen geholfen werden, die in gering erschlossenen Gebieten des Breitband-Internetzugangs leben. „Dieses Projekt baut überwiegend auf WLAN-Technik auf, mit der wir ein Netzwerk errichtet haben“, erläutert Vereinsmitglied und Kaliwerker Patrick Felke, „dieses Netzwerk verbindet uns in Breitbandgeschwindigkeit mit dem Internet.“

„Da sich die Versorgung mit Breitbandinternet in vielen Gebieten in und um Magdeburg auch in absehbarer Zeit nicht ändern wird, errichten Mitglieder unseres Vereins in ehrenamtlicher Arbeit drahtlose Zugangspunkte zum Internet auf hohen Gebäuden oder Schornsteinen“, erklärt Hergo Pape. So ist ein Netzwerk entstanden, das sich mittlerweile von der Börde über das Stadtgebiet von Magdeburg bis hin zu Teilen des Jerichower Landes und bis an den Kalimandscharo erstreckt.

Wirksame Unterstützung bekam der Verein vom Kaliwerk Zielitz. „Nach ersten Anfängen in Schricke kamen Anfragen aus Ramstedt, wo ja praktisch keine Versorgung vorhanden war“, erzählt Uwe Grigoleit, Leiter der Werkfeuerwehr im Kaliwerk Zielitz. Er war von der Leitung des Kaliwerkes beauftragt worden, die Unterstützung zu koordinieren. So konnte in kürzester Zeit eine Versorgung der Ramstedter mit einem Zugang zum schnellen Internet über die Halde II aufgebaut werden. Einmal mehr bestätigte das Kaliwerk seinen guten Ruf als Partner der Region. Zeitgleich liefen Aktivitäten, um Farsleben zu erschließen. „Da haben wir, da ja eine Sichtverbindung zum Antennenstandort im Kaliwerk bestehen muss, eine Reihe von Empfangstests durchführen müssen“, berichtet Grigoleit. Die Lösung führte schließlich von Zielitz nach Wolmirstedt zum Bodelschwingh-Haus und von dort zurück nach Farsleben, wo mit Schlossermeister Dietmar Krenz ein weiterer Partner und Antennenstandort-Sponsor gefunden werden konnte. „Inzwischen sind wohl 20 Haushalte in Farsleben angeschlossen und nutzen die Vorzüge unseres, wie ich immer sage, Bürgernetzes“, freut sich Uwe Grigoleit.

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Auch Unternehmen konnte geholfen werden

Auch Nutzern aus Bertingen konnte mit Hilfe eines Antennenstandortes in Burg geholfen werden. So wurde vom Kaliwerk über Burg und den Sandkrug die Ortslage Bertingen angeschlossen. „Bei der Gelegenheit wurde auch ein Link nach Zibberick errichtet, um dortige Anwohner und zukünftig Mahlwinkel anzuschließen. Weiterhin wurden über die Unterstation auf der Halde II Linkverbindungen nach Colbitz/Lindhorst und Dolle errichtet, um auch dort das Bürgernetz zu verbreiten. Vom Fabrikdach bestehen weiterhin Linkverbindungen nach Zielitz, Hohenwarte und Samswegen“, ergänzt Uwe Grigoleit.

Er freut sich besonders darüber, dass nicht nur einzelnen Bürgern, sondern auch einigen mittelständischen Unternehmen in der Region mit dem schnellen Internet wirksam geholfen werden konnte.