Irxleben l „Wir schaffen eine Umgebung, die unsere Einwohner bodenständig belässt, aber auch Anziehungskraft für Zuzug hat“, macht Jürgen Kebernik deutlich. Viel habe sich in den vergangenen Jahren getan, die Entwicklung der Ortschaft zeige das. „Unser Dorf hat Zukunft“, lautet der Titel eines regionalen Wettbewerbes, an dem die Irxleber teilgenommen haben – im Wissen um die bemerkenswerte Entwicklung ihrer Ortschaft. „Wir haben im September 2017 eine Bewerbung eingereicht. Das haben auch andere Dörfer unserer Gemeinde getan. Wir hatten Erfolg und haben einen Sonderpreis erhalten“, erzählt Jürgen Kebernik. Die Bewerbung sei sehr umfangreich gewesen, erinnert er sich. Neben den Irxlebern hatten sich Ackendorf, Bebertal, Groß Santersleben, Hermsdorf, Hohenwarsleben, Nordgermersleben, Rottmersleben, Schackensleben und Wellen am Wettbewerb beteiligt.

Nach Sichtung der Unterlagen wurden diese durch eine Kommission bewertet und es schloss sich ein Besuch durch die Ortschaft an. „Wir haben die Kommission auf einem zweistündigen Rundgang durch das Dorf begleitet. Wir haben vieles vorzuweisen, das eine Auszeichnung gerechtfertigt hat“, machte der Ortsbürgermeister deutlich. Auf der Route wurde beispielsweise das neu im Entstehen begriffene Wohngebiet im Weizengrund besucht. Bei der Vergabe der Grundstücke dort sei darauf geachtet worden, dass sich junge, hier ansässige Leute ein Heim schaffen. „Etliche von ihnen sind in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und bringen sich für die Ortschaft ein.“

Irxleber Friedhof

Anschließend führte der Rundgang zum Irxleber Friedhof, der umgestaltet werden soll. Rechts neben dem Friedhof befindet sich ein Parkplatz, der neu gestaltet wurde. Das dahinter befindliche Grundstück, ein ehemaliger Ablageplatz von Baustoffen, ist inzwischen verkauft worden. „Dort werden junge Leute Eigenheime bauen. Und wieder verschwindet eine Brache von der Ortskarte“, zeigte sich Jürgen Kebernik zufrieden.

Besonders stolz ist der Ortschef auf den Kreisel in der Dorfmitte. Hier seien beim Entstehen alle Beteiligten im ständigen Austausch gewesen. „Der Kreisverkehr hat sich als sehr nützlich herausgestellt. Ein potenzieller Unfallschwerpunkt ist entschärft und wir müssen nun nicht mehr um die Ecke gucken, wenn wir uns in den fließenden Straßenverkehr einordnen wollen“, stellte Anwohner Jan Zornemann klar. Auch ein örtlicher Nahversorger sei entstanden, sehr zur Freude der Anwohner, die nun kurze Wege haben.

Der Ort habe sich zu einer guten Gemeinschaft entwickelt. Das betreffe Alteingesessene als auch Neubürger gleichermaßen, ist sich Kebernik sicher. Hier habe sich der SV Irxleben als teambildende Kraft herausgestellt. Doch auch alle anderen Vereine seien gleichermaßen genannt. „Wir haben hier einen sehr gut funktionierenden Ortschaftsrat, der das Gespräch mit den Bürgern sucht und neue Ideen einbringt“, sagt Jürgen Kebernik – und verweist auf die Bildungslandschaft mit Schule, Kita, Hort und Sporthalle; allesamt auf kurzem Wege zu erreichen. Eine grüne Oase möchte er noch schaffen. Er habe auch schon ein geeignetes Grundstück im Auge. Mal sehen, was daraus wird.