Dolle l Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde, und Bauleiter Steffen Kauert betonten, dass alles planmäßig läuft. Die Brückenbauwerke des 8,5 km langen Teilabschnittes VKE 1.3 stehen, der Erdbau ist abgeschlossen, Tragschicht und Entwässerung sind fertig. Seit Anfang August 2019 wird die Betondecke aufgebracht. Die erste Richtungsfahrbahn ist praktisch befahrbar, die zweite ist in Arbeit.

„Trotz der Verzögerung durch Einsätze der Archäologen ist mit der Fertigstellung der Strecke Ende 2020 zu rechnen“, informierte Uwe Langkammer.

Arbeiten begannen 2017

Mitte 2017 hatten die Arbeiten begonnen. Auf etwa 47 Hektar mussten Bäume gefällt werden. Zu dem 72 Millionen Euro teuren Vorhaben gehören insgesamt fünf Brücken. Zwei sind begrünt und für Rehe, Hirsche und Fledermäuse gedacht. Sie sind notwendig, weil die neue Trasse das Revier der Tiere durchschneidet. Die Umweltgesetze verlangen dafür einen Ausgleich.

Mit dem nächsten Abschnitt VKE 1.4 wird das Projekt von der Anschlussstelle Tangerhütte bis Lüderitz auf einer Länge von 14,8 Kilometern fortgeführt. Mit Fertigstellung ist die A 14 dann von Wolmirstedt auf einer Länge von etwa 30 Kilometern durchgängig befahrbar, würde sich die Fahrzeit zwischen Magdeburg und Stendal deutlich verkürzen. Das Teilstück Colbitz ist seit 2014 freigegeben.

Manfred Behrens: „Mit der Fertigstellung des Abschnittes bis nach Dolle könnte sich die Situation auch für Colbitz endlich entscheidend verbessern. Bislang wird die neue Trasse nur mäßig befahren, weil die Verkehrsteilnehmer kaum Zeiteinsparung merken. Das dürfte sich aber bei durchgängiger Befahrbarkeit bis zur Anschlussstelle Tangerhütte ändern. Besonders der Schwerlastverkehr ist für beide Orte nach wie vor ein großes Problem.“

Strecke führt durch drei Bundesländer

Insgesamt ist die Nordverlängerung der A 14 155 Kilometer lang und verläuft durch drei Bundesländer. Mit 97 Kilometern liegt der größte Streckenanteil in Sachsen-Anhalt.

Obwohl bislang nur ein kleiner Teil fertig ist, sind die Verantwortlichen optimistisch, dass der Lückenschluss bis 2025 gelingt. Das liegt mit daran, dass keine weiteren Klagen zu erwarten sind, da die Landesregierung Sachsen-Anhalt mit den Umweltverbänden einen Kompromiss eingegangen ist. Für fast neun Millionen Euro sichert der Verband zu, auch die anderen ungenehmigten Abschnitte wie zum Beispiel bei Dahlenwarsleben nicht zu beklagen. Außerdem sei die Finanzierung des Weiterbaus gesichert und das Planungsrecht vereinfacht worden, wie von dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, und Sebastian Putz aus dem Landesverkehrsministerium zu hören war.

Zum Abschluss der Zusammenkunft konnten sich die Politiker mit den Bauverantwortlichen auf der Baustelle bei Dolle selbst ein Bild von den Baufortschritten an der A14 machen.