Bürgersprechstunden zum Breitbandausbau

Mittwoch, 2. Mai, 19 Uhr

Dorfgemeinschaftshaus Loitsche für die Ortsteile Loitsche und Ramstedt

Born, Bürgerhaus, Dorfstraße 14

Donnerstag, 3. Mai, 19 Uhr

Rogätz, Vereinsraum der Elbe-Ohre-Sporthalle

Wenddorf, im Dorfgemeinschaftshaus

Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr

Schricke, Bürgerhaus, Schricker Parkweg 1

Zielitz, Gemeindebüro, Bürgerraum, Ramstedter Straße 26

Sonnabend, 5. Mai, um 10 Uhr

Colbitz für die Ortsteile Colbitz und Ellersell, im Gemeindebüro, Teichstaße 1

Neuenhofe, Gaststätte „Zum preußischen Hof“, Poststraße

Montag, 7. Mai, um 19 Uhr Dorfgemeinschaftshaus Loitsche für die Ortsteile Loitsche und Ramstedt

Burgstall, Gemeindebüro, Alte Poststraße 30

Dienstag, 8. Mai, um 19 Uhr

Hillersleben-Dorf und Hillersleben-Siedlung im Dorfgemeinschaftshaus, Köhlerberg 46

Mittwoch, 9. Mai, um 19 Uhr Lindhorst, Dorfgemeinschaftshaus, Spielgartenstraße 6

Mahlwinkel für die Ortsteile Mahlwinkel und Zibberick, Dorfgemeinschaftshaus, Lindenstraße 3

Montag, 14. Mai, um 19 Uhr

Angern, Dorfgemeinschaftshaus, Am Weinberg 1

Rogätz, Vereinsraum der Elbe-Ohre-Sporthalle, Magdeburger Straße 34b

In Colbitz geben die Breitbandengel noch bis zum 15. Mai im Hotel „Deutsches Haus“ dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr Auskunft zu allen Fragen und nehmen Anträge entgegen.

Colbitz l Die Einwohnerversammlungen zum Ausbau des Giganetzes in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide sind gelaufen. „Insgesamt gab es 24 zum Teil sehr gut besuchte Veranstaltungen, bei denen alle Fragen der Bürger zum Breitbandausbau beantwortet wurden“, so Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (CDU) .

Bis zum 14. Mai bieten jetzt die Mitarbeiter der beauftragten Firma DNS:NET, die so genannten Breitbandengel, in den einzelnen Orte Bürgersprechstunden an, wo über die Details in der jeweiligen Liegenschaft, bei Bebauung und Einzelfällen der verschiedenen Grundstücke individuell informiert wird.

Viele Fragen der Einwohner

„Fragen der Einwohner gibt es viele. Diese können gezielt in den Sprechstunden vor Ort besprochen werden. So wird beispielsweise von Grundstückseigentümern eine unterschriebene Eigentümererklärung benötigt, damit die Glasfaserkabel bis in das Haus beziehungsweise die Wohnung verlegt werden können“, informiert DNS:NET-Sprecherin Claudia Burkhardt, „die am häufigsten gestellten Fragen sind dabei: Was passiert bei mir im Haus und am Haus? Wie ist das mit dem Altvertrag? Gibt es Doppelbelastungen? Wie läuft es konkret mit dem Gestattungsvertrag?“

Die Breitbandengel weisen darauf hin, dass die Fristen bis zum 15. Mai entscheidend für die Planungssicherheit und Kostenseite seitens Verbandsgemeinde und auch der Hauseigentümer sind. Denn erst mit der Erfüllung der Anmeldequote in den einzelnen Orten und Ortsteilen steigt auch die Sicherheit, dass man später keine eigenen Investitionen mehr tätigen muss. Gebaut wird das Giganetz flächendeckend. Aber wer später mit seinem Grundstück einsteigt, hat gegebenenfalls zu diesem Zeitpunkt als Einzelfall mit Wartezeiten und Eigeninvestionen zu rechnen. Das kann man durch die Abgabe von Voranmeldungen vermeiden.

Keine Doppelbelastung

„Ein Breitbandausbau und Glasfaseranschluss ist von der Logistik her teuer. Insofern ist es sinnvoll, die Voranmeldung jetzt zu bestätigen. So entfallen die Kosten von etwa 2000 Euro für den Hausanschluss je Antrag komplett. Wer sich später zum Nachrüsten entscheidet, muss diese Kosten dann selber tragen. Bis zum 15. Mai entfällt bei Abgabe der Vorbestellung, innerhalb der ersten vier Wochen nach einer Informationsveranstaltung zudem die einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 99 Euro“, so die Pressesprecherin.

Folgekosten beim Glasfaseranschluss gibt es nicht. Bei bestehenden Internet- oder Telefonieverträgen ist keine Doppelbelastung für den einzelnen Haushalt gegeben, da das Prozedere vom Netzanbieter geregelt wird.

Das bisherige Interesse am Breitbandausbau ist recht unterschiedlich. In Zibberick haben per 24. April 66 Prozent der Anschlussnehmer einen Antrag für den Glasfaseranschluss gestellt. Es folgen Bertingen mit 40 Prozent und Dolle mit 33 Prozent. Schlusslichter in der Verbandsgemeinde sind derzeit Zielitz mit drei, Angern mit vier und Schricke mit fünf Prozent.

Als wirtschaftlich gilt, wenn etwa 60 Prozent der rund 6300 privaten und gewerblichen Anschlüsse in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide einen Antrag stellen. Was aber geschieht, wenn diese 60 Prozent Anschlussquote nicht erreicht werden? Müssen dann die 15 Millionen Euro Fördergeld an den Bund zurückgegeben werden?

Bau ab 60 Prozent Anschlussquote

„Bei einer Quote von 60 Prozent werden wir auf jeden Fall bauen“, betont Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette, „bei Prozentzahlen zwischen 45 und 60 muss geprüft werden, ob der Bau des zukunftsträchtigen Giga-Netzes trotzdem wirtschaftlich ist.“ Es bestehe auch die Möglichkeit, dass nur in den Dörfern gebaut wird, wo entsprechend viele Anträge vorliegen. Die Prozentzahl der Antragsteller könne auch die Reihenfolge beeinflussen, in welchen Dörfern zuerst gebaut wird.

Noch sind gut zwei Wochen Zeit, um die Anträge auszufüllen. Die Breitbandengel geben dabei Unterstützung. Nicht nur bei den Bürgersprechstunden, sondern dienstags und freitags zwischen 9 und 17 Uhr auch im Hotel „Deutsches Haus“ in Colbitz.

Für alle Fragen von Einwohnern aus der Verbandsgemeinde Elbe-Heide stehen außerdem die Rufnummern 039384/319 00 mit der Durchwahl 4,5,6,7 oder 8 zur Verfügung. Sondertermine können jederzeit unter den diesen Rufnummern nach Absprache getroffen werden.

Dass das Netz gebaut wird, wünscht sich sehnlichst auch Volksstimme-Leserin Franziska Busch aus Colbitz. „Leider haben wir im Moment noch nicht die geforderte Anschlusszahl erreicht, so dass der Glasfaserausbau scheitern könnte. Ich würde mir wünschen, dass sich noch mehr Bürger dafür entscheiden, dieses zukunftsträchtige Netz zu nutzen. Zumal das gebaute Netz dann Eigentum unserer Verbandsgemeinde ist.“