Wehrleiter Karl-Heinz Thieme zieht auf der Jahreshauptversammlung Bilanz

Burgstaller Feuerwehrleute leisten 1805 Stunden

Von Burkhard Steffen

Mit drei Einsätzen verlief das Jahr 2011 für die Burgstaller Feuerwehrleute relativ ruhig. Wehrleiter Karl-Heinz Thieme zog auf der Jahreshauptversammlung am Freitag Bilanz.

Burgstall l Dennoch: Insgesamt 1805 Stunden leisteten die Burgstaller Kameraden im vergangenen Jahr bei Einsätzen, Ausbildung oder Unterstützung von Veranstaltungen, rechnete Wehrleiter Karl-Heinz Thieme vor. Über 200 Stunden dauerte beispielsweise der Hochwassereinsatz Anfang Januar 2011 in Heinrichsberg.

In der Statistik stehen auch ein Einsatz, bei dem eine vermisste Person gesucht wurde sowie eine Fehlauslösung des Katastrophenalarmes durch die Leitstelle. "Viele Stunden kamen auch bei unserer Ausbildung zusammen", betonte der Wehrleiter. Dazu gehörten nicht nur die regelmäßigen Übungsabende, sondern auch die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen des Kreises oder des Landes. Dabei waren besonders Enrico Hahn, Peter Kaping sowie Jacob und Fabian Peitsch aktiv. Sie qualifizierten sich zum Leiter einer Feuerwehr, zum Maschinisten, zum Jugendwart oder belegten Lehrgänge in Technischer Hilfeleistung. "Dank der Finanzierung durch die Verbandsgemeinde konnten Enrico Hahn und Peter Kaping auch den für einen Maschinisten notwendigen Lkw-Führerschein erwerben", bedankte sich Thieme.

Zu den Veranstaltungen, die die Kameraden unterstützten oder selbst organisierten gehören, das Neujahrsfeuer, das Oktoberfeuer, das Maibaumrichten, ein Tag der offenen Tür oder die Absicherung von Festumzügen. Dazu komme die Instandhaltung der fünf Flachspiegelbrunnen im Ort, die mindestens dreimal im Jahr abgepumpt werden müssen, um die notwendige Wasserleistung weiterhin vorzuhalten.

"Die allgemeinen Anforderungen an die Feuerwehrleute werden immer komplizierter", wies Karl-Heinz Thieme auf die Besonderheiten im Einsatzfall bei Photovoltaik-, Windkraft- oder Biogasanlagen hin. Derzeit verfügt die Burgstaller Wehr über 19 Kameraden, davon 3 Frauen, in der Einsatzabteilung. Die Jugendfeuerwehr zählt momentan 6 Mitglieder.

Am 2. Juni feiert die Burgstaller Wehr ihr 100-jähriges Bestehen. "Dafür sind in den Entwurf des Gemeindehaushaltes Mittel eingestellt worden", informierte Bürgermeister Sigurd Heimann, der sich herzlich für das Engagement der Feuerwehrleute bedankte. Dankesworte gab es auch von Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette. "Die in Kürze fertiggestellte Risikoanalyse beweist, dass wir neue Wege gehen müssen. Wir werden aber keine Feuerwehr schließen, sondern wollen den Problemen mit einer neuen Ausrückeordnung begegnen", teilte Thomas Schmette mit. So sollen besonders tagsüber, wenn viele Wehren personell unterbesetzt sind, diese im Einsatzfall gemeinsam ausrücken und sich gegenseitig unterstützen.