Eichenbarleben l Den Einwohnern von Eichenbarleben liegt ihr Schlosspark sehr am Herzen. Bildet der Park doch die „grüne Lunge“ der Ortschaft und steht jederzeit für erholsame Spaziergänge an der frischen Luft offen. Die riesigen Bäume spenden auch in diesem herrlichen Spätsommer Schatten und lassen die September-hitze erträglich erscheinen. Damit der Schlosspark in einem ordentlichen Zustand ist und die Wege ungehindert von Ästen zu begehen sind, hatte die Initiative Schlosspark Eichenbarleben am Freiwilligentag in der Gemeinde Höhe Börde die Bürger zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen.

Den Einsatz der Freiwilligen hatten Janine Tennler und Susanne Bähre von der Initiative Schlosspark Eichenbarleben koordiniert. Wie die beiden Frauen bei einer kleinen Kaffee- und Kuchenpause berichteten, konnten sie mehr als 20 Frauen und Männer aus dem Dorf dazu bewegen, sich unter dem fröhlichen Motto „Auf die Bäume ihr Bürger, der Park wird gefegt“ an der Aktion zu beteiligen. Die Helfer hatten besonders die Wege des Parks im Visier, die sie von Ästen und Gestrüpp befreiten, damit die Spaziergänger freie Bahn haben. Und die Helfer hatten eine reichliche Menge von Ästen einzusammeln. Die Stürme der vergangenen Wochen hatten viel Holz aus den Kronen der Bäume gerissen und auf den Parkboden fallen lassen. Das zusammengetragene Holz beförderten die Helfer auf die Ladefläche eines Multicars, den die Gemeinde Hohe Börde samt Fahrer zur Verfügung stellte. Ebenso begradigten die Helfer einige Wege, bereiteten den Rodelberg im Park für den Winter vor und befreiten die Sängerbühne vom Unkraut. Damit ist die Bühne wieder schick für die Auftritte des Sängervereins Eichenbarleben.

Gemeinschaft stärken

Neben der ehrenamtlichen Arbeit sei der Freiwilligentag nach Ansicht von Janine Tennler und Susanne Bähre besonders gut dazu geeignet, die Gemeinschaft der Einwohner des Dorfes zu stärken. Auch könnten so die Bewohner des Neubaugebietes die Alteingesessenen kennen lernen und sich an der Gemeinschaft beteiligen. Die Schlossparkinitiative sorgte für die Versorgung der Helfer mit Getränken und Grillwürsten. Sie freute sich über einen finanziellen Zuschuss der Gemeinde Hohe Börde.

Janine Tennler ist auch Leiterin der Kindertagesstätte „Parkräuber“ Eichenbarleben. „Wir sind oft mit unseren Kindern beim Spazierengehen im Schlosspark unterwegs, sammeln Kastanien oder veranstalten ein Picknick“, sagte sie. Da sei es wichtig, dass der Park in einem ordentlichen Zustand sei. Die Kita-Chefin wünscht sich indes, dass der schon lange geplante Kinderspielplatz am Rande des Schlossparkes zum Tieg hin endlich gebaut werde. Dann hätten die Steppkes mit ihren Erzieherinnen noch einen Grund mehr, den idyllischen Schlosspark zu besuchen.

Dass der Spielplatz von der Gemeinde Hohe Börde endlich gebaut werde, hoffte auch Eichenbarlebens Ortsbürgermeister Detlef Binkowski. „Ich freue mich über die super Beteiligung der Eichenbarleber an diesem Freiwilligentag, da können wir richtig was schaffen“, sagte er. Der Ortsbürgermeister kam unter anderem mit Renate Wied (67) ins Gespräch, die zusammen mit ihrem Ehemann Wolfgang Wied (70) den Reitertunnel vom Unkraut befreite. „Das haben wir gerne gemacht, es soll doch alles schön aussehen“, begründete Renate Wied ihr ehrenamtliches Engagement am Freiwilligentag in der Hohen Börde. Das Ehepaar ist 2017 der Familie wegen von Seehausen in der Altmark nach Wellen in der Hohen Börde gezogen. In Wellen wohnen die Tochter und Enkel der Senioren, die sie jetzt öfter sehen und bei Bedarf bestens betreuen können.