Freizeit

Erste Runden nach dem Corona-Stop beim Kinderfest in Colbitz

Helles Kinderlachen, Spaß auf dem Karussell und toben auf der Hüpfburg: Mit einem großen Kinderfest starteten die Kitas Heideblümchen und Storchenwiese in Colbitz nach über einem Jahr wieder in den Normalbetrieb.

Von Hendrik Reppin
Höhepunkt für die Kinder aus den Kitas "Heideblümchen" und "Storchenwiese" war die Fahrt auf dem Karussell.
Höhepunkt für die Kinder aus den Kitas "Heideblümchen" und "Storchenwiese" war die Fahrt auf dem Karussell. Fotos (2): Kita

Colbitz - „Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, endlich wieder alle Kinder gemeinsam feiern zu sehen“, sagte Bärbel Schwentesius, Leiterin der Kindertagesstätte „Heideblümchen“ in Colbitz. Ein großes Kinderfest hatten sie und ihre Kollegen zusammen mit dem Förderverein organisiert. Das Besondere: Nach über einem Jahr durften die Kinder zusammen feiern. Bisher habe in der Einrichtung der eingeschränkte Regelbetrieb geherrscht. Das habe unter anderen die Einschränkung beinhaltet, dass die einzelnen Gruppen voneinander streng getrennt blieben.

Gruppen blieben einJahr lang unter sich

„Kleine Feste haben wir auch im Laufe der vergangenen Monate gefeiert“, erzählt die Kita-Leiterin. Doch die Auflagen hätten ein ausgelassenes Fest eingetrübt. „Die Faschingsfeier war schon ziemlich kompliziert“, berichtet Bärbel Schwentesius. „Zu genau bestimmten Zeiten konnten die Gruppen für sich in unserem großzügigen Bewegungsraum feiern und Spiele veranstalten. Dann eine längere Lüftungspause - und die nächste Gruppe war dran.“

Das gesamte Personal habe sich in den zurückliegenden Monaten sehr bemüht, trotz der Einschränkungen den Alltag in der Einrichtung für die Kinder so normal wie möglich zu gestalten. Rückblickend sei dies gut gelungen.

Colbitzer Kita hatte während Corona-Pandemie immer geöffnet

„Wir hatten in der gesamten Zeit nicht einen Tag geschlossen“, so die Kita-Chefin. Als alle weiteren neun Einrichtungen in der Verbandsgemeinde schließen mussten, sei Colbitz der einzige Anlaufpunkt für die Notbetreuung gewesen. So seien in der Hochzeit der Pandemie von weit her Kinder von ihren Eltern zu den Heideblümchen nach Colbitz gebracht worden. Da sei so manche Träne geflossen und habe das Herz zusammengeschnürt. „Die Kleinen kannten hier ja niemanden - weder die Kinder noch die Erzieherinnen.“

Mund-Nasen-Schutz und Hände desinfizieren wenn die Eltern ihre Kinder in die Kita bringen - so etwas werde wohl noch eine ganze Weile weiter Vorschrift bleiben. Doch die Feier als Schritt in Richtung Normalität sei ein gelungenes Fest gewesen. Im großen Kreis hätten die Kinder Lieder gesungen, Eis sei gegessen worden und auf der kostenlos zur Verfügung gestellten Hüpfburg hätten sich Kleinen richtig ausgetobt. „Höhepunkt war natürlich das kleine Karussell, das vom Kinderförderverein Colbitz/ Lindhorst bezahlt wurde.“ Selbst die kleineren Kinder konnten darauf ihre Runden drehen. „Bei den größeren Gruppen konnte das Karussell dann etwas mehr Fahrt aufnehmen.“ Die Einrichtung in Colbitz besteht aus zwei Standorten: Bei den „Heideblümchen sind die Kinder im Krippenalter und jüngeren Kita-Kinder untergebracht. Das Haus „Storchenwiese“ beherbergt insgesamt vier Gruppen mit den älteren Kindern. Zwei Gruppen davon werden in diesem Sommer in die Schule verabschiedet.

Auch wenn mit dem Kinderfest der Normalbetrieb in der Kindertagesstätte eingeläutet wurde, werde die Pandemie noch immer ihren Einfluss haben, so Bärbel Schwentesius. „Wir sind erst einmal vorsichtig, wenn wir Feiern in der Zukunft planen“, sagt sie. Traditionell würden zwei große Feiern zum Jahresplan in der Kita Colbitz gehören. Ein Fest im Sommer und im Herbst das Kartoffelfest.

Eine richtig große Feier im Sommer, zu der dann wieder die Kinder der beiden Häuser mit ihren Eltern zusammenkommen würden, sei ihrer Meinung nach noch nicht möglich. „Und auch, ob die Eltern zu unserem Kartoffelfest im Herbst wieder mit dabei sein können, steht noch nicht fest.“