IT-Ausstattung

Fördergeld kann Schulen helfen

Wolmirstedt möchte Fördergelder beantragen, um die Informationstechnik (IT) ihrer Grundschulen aufzurüsten.

Von Ariane Amann 28.05.2017, 23:01

Wolmirstedt l Das Land Sachsen-Anhalt macht bis zum Jahr 2020 zehn Millionen Euro aus dem EU-Förderprogramm Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (Eler) locker, um den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu fördern. Damit die Grundschulen „Adolph Diesterweg“ und „Johannes Gutenberg“ eine Chance haben, ein Stück vom Kuchen abzubekommen, will die Stadtverwaltung einen Förderantrag einreichen. Dafür muss bis Ende Juni ein Vorantrag mit Konzept zum Ausbau der IT-Strukturen an den beiden Wolmirstedter Bildungseinrichtungen vorliegen, Zeit für den kompletten Antrag ist bis Ende September.

Das Förderprogramm der Landesregierung fördert Vorhaben zur Schaffung, Erweiterung und Modernisierung der informations- und kommunikationstechnischen Grundstrukturen für die Anwendung elektronischer Medien in den Schulen. „Wir wollen eine kommunikationsfähige Infrastruktur schaffen, damit wir nicht nur die Bildungsinhalte der Schulen, sondern auch die Verwaltungsmöglichkeiten für Schülerakten und andere organisatorische Aktivitäten miteinander vernetzen können“, sagte Marlies Cassuhn, Fachdienstleiterin für Jugend, Soziales und Kultur, im Hauptausschuss in der vergangenen Woche.

Das Konzept, das die Stadtverwaltung dem Antrag auf Fördergelder beilegen muss, soll ein Dienstleister erarbeiten. Viele technische Details müssten bereits im Konzept landen, die Erarbeitung sei sehr umfangreich, erklärte Marlies Cassuhn weiter. Diese Erarbeitung könne das Rathaus „nicht noch nebenbei“ leisten.

Auf der anderen Seite sei die Aussicht auf eine 75-prozentige Förderung bei der Ertüchtigung der Infrastruktur und der Anschaffung zu verlockend, als dass man diese Chance verstreichen lassen könnte, so Bürgermeister Martin Stichnoth. Von dem Geld soll die Informationstechnologie in den Schulen modernisiert werden, außerdem sollen Klassensätze Medien und Aktivbildschirme angeschafft werden.

Zuvor hatten im Hauptausschuss Uwe Claus und Kurt Prilloff (beide CDU) Bedenken geäußert, ob dieses Vorhaben bei der Stadt überhaupt richtig angesiedelt sei. „Ist das nicht Aufgabe des Bildungsministeriums?“, fragten sie. Diese Bedenken teile sie durchaus, allerdings könne man sich der technischen Entwicklung nicht verschließen, die auch vor den Schulen nicht Halt mache, entgegnete Marlies Cassuhn auf diese Einwände.

Nach einer angeregten Diskussion empfahl der Hauptausschuss dem Stadtrat mit sieben Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen den Beschluss, die Gelder zu genehmigen.