Bücherei

Gemeinde Burgstall gibt gebrauchten Büchern eine Zukunft

In Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern hat die Gemeinde Burgstall ein Projekt entwickelt, in dessen Ergebnis eine Möglichkeit zum Austausch von Büchern geschaffen werden konnte.

Von Constanze Arendt-Nowak
Der neue Bücherschrank eröffnet jetzt die Möglichkeit, regelmäßig neuen Lesestoff zu bekommen.
Der neue Bücherschrank eröffnet jetzt die Möglichkeit, regelmäßig neuen Lesestoff zu bekommen. Foto: Birgit Zillmann

Burgstall - Bücher haben einen großen Reiz. Oft ist es so, dass sie so spannend geschrieben sind, dass sie der Leser gar nicht wieder aus der Hand legen mag, bevor er nicht die letzte Seite erreicht hat. Aber war passiert danach? Selbst das spannendste Buch muss sein Dasein im Bücherregal fristen, vergessen, aber längst nicht unbrauchbar.

Daran, dass derartige Bücher anderen Lesern vielleicht genauso viel Freude bereiten, haben sich jetzt einige Burgstaller ein Beispiel genommen. In Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern hat die Gemeinde Burgstall nun ein Projekt entwickelt, in dessen Ergebnis eine Möglichkeit zum Austausch von Büchern geschaffen werden konnte.

Eine Bücherzelle geplant

„Zunächst war eine Bücherzelle geplant, die Umsetzung war jedoch nicht so einfach möglich“, erklärte Gemeinderätin Marion Emmer, die das Projekt mitbetreut hat. Die Suche nach einer anderen Möglichkeit war jetzt erfolgreich: Ein offener Bücherschrank konnte im Eingangsbereich der Arztpraxen eingerichtet werden. Er steht jetzt während der Öffnungszeiten der Praxen allen Lesefreunden zur Entnahme von Büchern offen. Im Gegenzug können aber auch nicht mehr benötigte Bücher, die zu schade sind, sie wegzuwerfen, dort in den Regalen abgelegt werden. „Sie haben dann die Chance, bald wieder andere Leser zu erfreuen“, so Marion Emmer. Noch ist viel Platz in den Regalen. Egal ob Kinderbuch, Roman oder Sachbuch, es wird mit Sicherheit immer einen neuen Leser für die Bücher geben. Und noch eins haben die Burgstaller Initiatoren bedacht: Gebrauchte Bücher zu lesen ist nicht nur kostengünstig, sondern auch umweltfreundlich. Außerdem lässt sich so mancher Schatz bewahren, der im Handel eventuell nicht mehr erhältlich ist.

Die Initiatoren möchten zum Schluss noch einen Aufruf starten, regelmäßig beim offenen Bücherschrank vorbeizuschauen und fleißig Bücher zu tauschen. So kann sich das neue Angebot etablieren. Gleichzeitig ist damit die Hoffnung verbunden, dass vielleicht auch der ein oder andere bisherige Lesemuffel den Spaß am Lesen entdeckt.

Zukünftig wird Bettina Seebert das Projekt betreuen. Bei Rückfragen steht sie allen interessierten Einwohner gern zur Verfügung.