Angern. In dieser Woche ist das Etatpapier von den Gemeinderatsmitgliedern einstimmig so beschlossen wurden, wie es Jörn Schinke, stellvertretender Amtsleiter der Kämmerei der Verbandsgemeinde auf der Gemeinderatssitzung in dieser Woche vortrug.

Angerns Bürgermeister Egbert Fitsch zeigte sich nach der Sitzung froh über den beschlossenen Haushalt und darüber, in der Gemeinde Angern mit den Ortsteilen Wenddorf, Mahlwinkel, Zibberick und Bertingen auch in diesem Jahr in die Infrastruktur investieren zu können.

Hauptprojekt ist Sekundarschule

Größter Posten dabei sei der Umbau der ehemaligen Sekundarschule Angern. Die Gemeinde hatte das Gebäude vom Landkreis erworben und bereits im Dezember damit begonnen, das alte Inventar rauszureißen. „Es ist das Hauptprojekt für die Gemeinde Angern“, erklärte Egbert Fitsch. „Hier sollen nach Abschluss der Arbeiten sowohl der Kindergarten und die Schule, als auch der Hort einziehen.“ Diese größte Maßnahme werde die Gemeinde das gesamte Jahr über beschäftigen. Im Februar 2022 sollen die Kinder und Schüler in das umgebaute Gebäude der ehemaligen Sekundarschule einziehen können. Ein Investitionszuschuss in Höhe von 1,4 Millionen Euro stehe dazu im aktuellen Haushaltspapier.

Das zweitgrößte Projekt für die Gemeinde sei nach Angaben des Bürgermeisters der Umbau des Bahnhofes in Mahlwinkel. „Zusammen mit der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH werden wir den Bahnhofsvorplatz zu einer Park And Ride-Station ausbauen.“ Die Aufträge für die Baumaßnahmen seien gerade vergeben worden. Nun sei der Umbau auch im Haushaltsplan verankert. Im Ortsteil Mahlwinkel werde es jedoch noch viele weitere Baumaßnahmen geben. So werde außerdem der zentrale Dorfplatz umgestaltet. „Der alte Garagenkomplex wird von der Gemeinde erworben und abgerissen. Hier entstehen neue Parkplätze, sowohl für die Freiwillige Feuerwehr als auch für das Dorfgemeinschaftshaus.

Bauhoftechnik soll erweitert werden

Mit voraussichtlich 63 000 Euro werde die Gemeinde in diesem Jahr in die Technik des Bauhofes investieren. „Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass das Fahrzeug für die anfallenden Arbeiten zu klein ist“, erklärte der Bürgermeister. In der Vergangenheit hätte sich die Gemeinde schon nach einem gebrauchten Traktor umgeschaut. Doch um die geplante Anschaffung von einem Dreiseiten-Kippanhänger und einem Holzhäcksler zu betreiben habe der gebrauchte Traktor nicht die nötige Leistung gebracht. Im Haushalt seien nun jedoch 63 000 Euro für die Anschaffung von Traktor, Häcksler und Kipper eingestellt worden.

Im Haushaltspapier vermerkt ist auch eine Kreditaufnahme über 2 Millionen Euro für den Straßenbau. „Es geht dabei um die Erneuerung der Straße zwischen Mahlwinkel und Bertingen“, erklärt Egbert Fitsch. Zwar sei diese Verbindung zwischen den beiden Ortschaften eine Straße, die in die Zuständigkeit des Landkreises falle, dennoch versuche die Gemeinde mit diesem außergewöhnlichen Schritt die Erneuerung der Straße in die Wege zu leiten. „Wir haben vor, diese zwei Millionen Euro dem Landkreis zur Verfügung zu stellen, damit die Straßensanierung starten kann.“

Ein Schreiben zu diesem Vorfinanzierungsmodell sei bereits an die Verwaltung des Landkreises geschickt worden. Es fehle jedoch noch eine Antwort. Angedacht sei, dass der Landkreis in den folgenden Jahren die Tilgungsrate für den Kredit zurückzahlt. Auf der Gemeinderatssitzung war die Rede von einem Zeitraum von 15 Jahren.