Naturschutz

Hilferuf aus dem Barleber Rathaus: Bürger sollen Bäume gießen

Weil anhaltende Hitze- und Dürreperioden den Schattenspendern erheblich zusetzen, sollen jetzt die Barleber tätig werden.

Barleber Bürger sind dazu aufgerufen, öffentliche Bäume an Straßenrändern oder auf Spielplätzen zu wässern.
Barleber Bürger sind dazu aufgerufen, öffentliche Bäume an Straßenrändern oder auf Spielplätzen zu wässern. Foto: Thomas Zaschke

Barleben - Sebastian Pötzsch

Die Barleber Gemeindeverwaltung bittet Bürger um Hilfe. So rufen die Mitarbeiter des Bau- und Ordnungsamtes sowie des Wirtschaftshofes Einwohner dazu auf, öffentliche Bäume mit ausreichend Wasser zu versorgen. „Helfen Sie den Schatten- und Sauerstoffspendern vor ihrem Haus oder auf dem Spielplatz nebenan mit einigen Kannen Wasser“, wurde im aktuellen Amtsblatt mitgeteilt. Schon 50 bis 70 Liter wöchentlich würden einem jungen Baum spürbar über die Trockenzeit hinweg helfen.

„Auch wenn im Frühjahr vermehrt Niederschläge zu verzeichnen waren, ist das Niederschlagsdefizit der vergangenen ‚Trockenjahre‘ und die daraus resultierende geringere Bodenfeuchte noch nicht wieder ausgeglichen“, wird weiter erklärt. Damit es nicht zu größeren Schäden an der Vegetation kommt, seien die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes der Gemeinde aktuell wieder verstärkt im Einsatz, um insbesondere jüngere Bäume mit zusätzlichem Wasser zu versorgen. Doch seien die Kapazitäten angesichts der vielen Bäume, die in den vergangenen Jahren gepflanzt worden seien, begrenzt.

Lebensraum für Tiere

Außerdem heißt weiter: „Bäume beleben und gliedern das Ortsbild und haben insgesamt eine Wohlfahrtswirkung für Natur, Umwelt und somit auch für uns Menschen.“ Sie trugen wesentlich zur Erhaltung und Entwicklung der Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes bei. Sie bieten zudem Lebensraum für Tiere, produzieren Sauerstoff und binden Kohlendioxid.

Bäume spenden aber auch Schatten und trugen somit zur Kühlung innerhalb der Ortschaften bei. Hierfür brauchen sie Wasser. Dies werde jedoch in zunehmendem Maß immer schwieriger. Steigende Durchschnittstemperaturen, zunehmende und langanhaltende Hitze- und Dürreperioden sowie immer weniger natürliche Niederschläge setzten der gesamten Vegetation und insbesondere den Straßenbäumen zu.

Bürger, die bereits gießen oder noch mit Wasser aushelfen wollen, sollten sich bei der Verwaltung melden. Hier gibt es auch Tipps.