Zielitz l „Max und Moritz“, die Bubengeschichte von Wilhelm Busch, haben die Mimen des Zielitzer Holzhaustheaters als Schwarzlichtaufführung inszeniert. Im „Zauberlicht“ werden die beiden Buben am kommenden Sonntag, 22. April, ab 10.30 Uhr im Theater Zielitz Menschen necken, Tiere quälen oder Apfel, Birnen, Zwetschgen stehlen.

„Was man von Max und Moritz zu hören bekommt, ist selten etwas Gutes. Dennoch sind die beiden frechen Knaben weltweit bekannt und beliebt“, weiß Sigrid Vorpahl, die die Geschichte für das Theater bearbeitet hat. Kein Wunder, denn genau genommen sind ihre Streiche gar nicht so schlimm. Die Reaktionen der Erwachsenen darauf wirken hingegen oft überzogen. Und die Kritik daran hatte auch Wilhelm Busch im Sinn, als er vor über 100 Jahren diese Geschichte schrieb, die wohl als eine Art erster Comic gelten darf.

Alles erscheint im Zauberlicht

Das Holzhaustheater bringt diesen Comic auf sehr ungewöhnliche Weise auf die Bühne. Max und Moritz, Witwe Bolte, Lehrer Lämpel und alle anderen Figuren agieren im Schwarzlicht. „Darin sieht der Zuschauer nur weiße oder neonfarbige Kostüme und Requisiten. Deshalb nennt man es auch Zauberlicht“, erläutert Sigrid Vorpahl. Maikäfer surren durch die Äste eines Baumes, Hühner flattern und tanzen, sogar Stühle schweben einfach durch die Luft. Solche Art Theater ist äußerst anspruchsvoll und deshalb nur sehr selten zu sehen.

Karten für die Vorstellung gibt es in Wolmirstedt in der Postagentur am Zentralen Platz, in der Tierarztpraxis Steffi Engelbrecht in Rogätz oder in der Bibliothek Zielitz. Vorbestellungen sind auch per E-Mail an info@Holzhaustheater.de  möglich. Die Nummer des Besuchertelefons lautet: 039208/49 12 12.