Barleben l Kopfschüttelnd zeigt Hubertus Schubert auf einen Müllberg, der an einem Seitenweg der Landstraße 47 zwischen Barleben und Meitzendorf unweit der Auffahrt von der Bundesstraße 189 liegt. „Wenn Sie mich fragen, sind das ganz große Dreckschweine!“, empört sich der Leiter der Straßenmeisterei in Ebendorf.

Irgendjemand hat sich an dieser Stelle illegal seines Abfalls entledigt. „Vermutlich hat jemand sein Haus saniert. Es handelt sich nämlich hauptsächlich um Dämmmaterial und Bauschutt. Das zu entsorgen ist nicht billig, weshalb der oder die Täter es einfach hier entsorgt haben“, vermutet Hubertus Schubert. Und das sei bei weitem kein Einzelfall. „Meine Männer fahren wöchentlich die Landstraßen ab. Dabei entdecken sie fast immer Müll in unmittelbarer Nähe der Straßen“, sagt Hubertus Schmidt und fügt hinzu: „Unsere Mitarbeiter sind schon zu einem Viertel Müllmänner.“

Anzeigen blieben erfolglos

Auf dem Gelände der Straßenmeisterei gibt einen Container, der acht Kubikmeter fasst. Er sei im Durchschnitt alle zwei Wochen voll. Jährlich würden sogar 200 Kubikmeter illegal entsorgten Mülls anfallen. Zweimal habe er schon Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Vor Gericht habe man ihn behandelt, als sei er der Täter gewesen. Diese Blöße gebe er sich nun nicht mehr.

„Wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen. Wir können ja nicht zu jeder Zeit überall sein und alles überwachen.“ Der Betriebsleiter appelliert deshalb an die Täter, Vernunft walten zu lassen.

Auch mögliche Zeugen bittet er, Zivilcourage zu zeigen und die Kennzeichen aufzuschreiben, wenn sie jemanden bei der illegalen Müllentsorgung erwischen. Weiterhin sieht Hubertus Schubert die Ordnungsämter in der Pflicht, aufmerksamer zu sein und solche Stellen häufiger zu kontrollieren.