Wolmirstedt l Ein Recht auf Informationen hat jeder Mensch. Wie aber informieren sich Menschen mit Behinderungen, die nicht lesen können? Hier kann ein Computerprogramm helfen, das in Augsburg entwickelt wurde und in der Werkstatt des Wolmirstedter Bodelschwingh-Hauses den Mitarbeitern zur Verfügung steht.

Per Bild und Sprache wird den Männer und Frauen beispielsweise der Speiseplan vorgestellt, sie finden ihre Ansprechpartner im Werkstattrat, sie werden über bevorstehende Veranstaltungen informiert, können ihre Freizeit planen oder erfahren Aktuelles aus ihrem Umfeld.

Weitere Spenden erwünscht

Knapp 1500 Euro kostete diese Technik, die in den kommenden Tagen noch von Dirk Hummelt, Informatiker des Unternehmens, für die speziellen Belange der Werkstatt verfeinert wird. Finanziert wurden Soft- und Hardware von Sponsoren, freut sich Peter Hugo, Vorstand des Bodelschwingh-Hauses. Gleichzeitig wirbt Hugo um weitere Spenden, denn in der Einrichtung sollen noch weitere Geräte dieser Art installiert werden.

Die Idee zur Anschaffung dieses Systems kam im Zusammenhang mit der UN-Behindertenrechtskonvention, die auch von der Bundesrepublik unterzeichnet wurde und nun überall umgesetzt werden muss, so Hugo. 2016 wurde deshalb im Bodelschwingh-Haus damit begonnen, einen Aktionsplan zu erstellen, der im Frühjahr 2018 fertig sein soll. Verschiedene Gruppen arbeiten an den speziellen Themen wie Barrierefreiheit, Bildung, Arbeit, Wohnen oder eben, wie in diesem Falle, Kommunikation und Information.