Angern l Mit Spitzhacken und Spaten ausgerüstete Männer, Baufahrzeuge, ausgehobene und bereits wieder verfüllte Kabelgräben und jede Menge Leerrohrsysteme fallen dem Betrachter ins Auge. Seit 25. Februar zieht ein Bautrupp kreuz und quer durch den Ort und treibt den Breitbandausbau voran. Gehen die Arbeiten weiter in diesem Tempo vonstatten, werden sie voraussichtlich und geplant bis Ende April abgeschlossen sein.

Inzwischen sind bereits mehrere Straßenzüge mit Rohren versorgt. Auch die Anschlusskästen sind eingebaut. „Aber noch nicht in Gänze, da Corona auf die Anschlussarbeiten Einfluss nimmt. Das Verlegen der Leerrohre und Montieren der Anschlusskästen erfolgt in Absprache mit den Hauseigentümern“, erklärt Egbert Fitsch (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Angern, beim Vor-Ort-Termin in der Alten Dorfstraße. Dort sind die Bauleute im Moment unterwegs.

Die Tiefbauarbeiten in den einzelnen Clustern bilden sich wie folgt ab: Die Teichstraße ist fertiggestellt. In der Bruchstraße haben die Arbeiten begonnen. Der Munitionsbergungsdienst muss dort vor Fortführung der Tiefbaumaßnahme die Trassenführung prüfen, hier ist der Auftrag erteilt. Die Friedensstraße ist bis Einmündung zur Alten Dorfstraße fertiggestellt. Die Arbeiten Am Weinberg, Gartenstraße und Chausseestraße sind abgeschlossen. Gearbeitet wird derzeit in der Alten Dorfstraße und Feldstraße. Vorbereitungen für die Friedensstraße (ab Alte Dorfstraße) und Colbitzer Straße sind im Gange.

„Nach Abschluss der Bauarbeiten kann die beauftragte Fachfirma das Glasfaserkabel direkt in die Leitung einbringen und anschließen. Wenn die Anbindung ans zentrale Glasfasernetz erfolgt ist, werden die einzelnen Cluster in Angern freigeschaltet, sofern die Möglichkeit dazu besteht“, informiert Egbert Fitsch. Er ist zuversichtlich, dass auch unter Berücksichtigung der aktuellen Situation die Arbeiten zügig fortgesetzt werden, damit auch die anderen Ortsteile diesem Jahr angeschlossen werden.“ Sobald das jeweilige Ortsnetz mit dem Internet verbunden ist, können Nutzer mit 500 Mbit pro Sekunde mit dem Surfen loslegen. Erfreulich für Egbert Fitsch ist die Tatsache, dass in der Bauphase schon etliche Anträge nachträglich gestellt worden sind. Er macht darauf aufmerksam, dass Interessenten am schnellen Internet noch teilhaben können. Solange der Graben in der jeweiligen Straße, in der gebaut wird, offen sei, bestünde die Möglichkeit der Antragstellung. Anmeldungen zum Breitbandanschluss sind noch möglich. Anträge liegen in der Gemeinde aus oder sind im Internet auf der Seite der Verbandsgemeinde eingestellt. Sie können dort ausgefüllt und an die Verbandsgemeinde abgesandt werden.

Die Versorgung der Verbandsgemeinde mit Breitband war auch Thema der Sitzung des Verbandsgemeinderates am 9. März im Angeraner Bürgerhaus. Die Räte beschlossen, Planungsleistungen für die bisher noch nicht beplanten Cluster für die Gemeinden Colbitz, Zielitz, Loitsche-Heinrichsberg und Rogätz freizugeben. Liegt die Planung vor, ist der Kostenfaktor bekannt und dann kann die Baufreigabe erfolgen. Im Juni soll das Planungsergebnis nach Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung vorliegen. Der vorläufige Fördermittelbescheid durch den Bund liegt bei 40 Prozent der Baukosten. „Der Bund hat uns – auch auf Grund von Kostensteigerungen – eine 50-prozentige Förderquote in Aussicht gestellt. Dafür müssen wir eine vollständige Entwurfsplanung vorlegen und brauchen zum jetzigen Zeitpunkt die Entwurfsplanung. Dann stellen wir den Antrag auf einen endgültigen Fördermittelbescheid in Höhe von 50 Prozent“, erläuterte Verbandsgemeinde-Bürgermeister Thomas Schmette (CDU) das Vorgehen. Damit erhöhe sich auch die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme insgesamt. Aus Planungskosten und erhöhten Fördermitteln könne die Höhe der Anschlussquote für die Verbandsgemeinde ermittelt werden, um wirtschaftlich arbeiten zu können.