Wolmirstedt (aam) l Seit Mitte Oktober gibt es das Quasselcafé in der Stadt. Der damalige Integrationsstammtisch hatte es ins Leben gerufen, um den Deutschkenntnissen der Wolmirstedter Asylbewerber auf die Sprünge zu helfen. Damals saßen an den Tischen des Cafés in der Elbeuer Vordermühle sehr verschiedene Menschen zusammen.

Sie hatten unterschiedliche Hautfarben, sprachen verschiedene Sprachen und hatten in den vergangenen Jahren an sehr verschiedenen Orten gelebt. Sie versuchten, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Die deutsche Sprache. Bücher, Zettel und Stifte halfen dabei und manchmal wurde ein Atlas benutzt, um die Heimatländer zu orten.Mittlerweile hat sich das Quasselcafé eingespielt, und das nicht nur wegen der regelmäßigen Spielerunden, bei denen Memory und Schach kürzlich hoch im Kurs standen.

Unterstützung für Flüchtlinge

Auf die Fahnen geschrieben haben sich die Vereinsmitglieder Beratung und Unterstützung für Flüchtlinge und Asylbewerber, also genau das, was die Teilnehmer des Migrationsstammtisches bereits seit Monaten praktizieren.

Das nächste Quasselcafé ist bereits für den heutigen Mittwoch, 30. Dezember, geplant. Beginn ist wieder um 18 Uhr in den Räumen der katholischen Kirche an der Friedrich-Ebert-Straße. Dann freuen sich die Mitglieder des Integrationsbündnisses Wolmirstedt und die Asylbewerber über Besucher, die gemeinsam mit ihnen spielen und quasseln wollen.

 „Einen ganz herzlichen Dank möchten wir auch der katholischen Gemeinde sagen, die uns immer wieder ihre Räume zur Verfügung stellt, selbst wenn am nächsten Morgen Messen oder andere Veranstaltungen darin stattfinden“, sagt Christine Bauer aus dem Vorstand des Integrationsbündnisses. Das Integrationsbündnis arbeitet eng mit dem Landkreis zusammen, aber auch mit dem Kinderschutzbund, Integrationsgruppen anderer Städte und nutzt alle Informationsquellen des Landes.