Jersleber See l In den vergangenen Tagen sind auf dem Parkplatz am Jersleber See zwei Parkscheinautomaten in Betrieb genommen worden. Ferner wurden an der Ein- und Ausfahrt zum Strandbad die Schranken entfernt und der dortige Kassenautomat stillgelegt. „Zukünftig müssen Badegäste, die ihr Auto auf dem Parkplatz abstellen wollen, ein Parkticket lösen und sichtbar ins Fahrzeug legen“, sagte Barlebens Pressesprecher Thomas Zaschke gegenüber der Volksstimme. Die Preise für das Parken hätten sich nicht verändert. „Jede angefangene Stunde kostet einen Euro. Die maximale Tagesgebühr beträgt acht Euro“, erklärte Zaschke weiter.

Damit soll vor allem die Ausfahrtsituation für die Badegäste verbessert werden. Besonders an heißen, hochfrequentierten Sommertagen war es bei der Abreise der Badegäste immer wieder zu langen Wartezeiten am Kassenautomaten und der Schrankenanlage gekommen. Besucher hatten bei Ausfahren aus dem Erholungszentrum erst direkt an der Schranke bemerkt, dass sie ihr Ticket zuvor hätten am Kassenautomaten bezahlen müssen. Sie stiegen aus und reihten sich in die Warteschlange am Automaten ein. „Die stehen gelassenen Autos blockierten allerdings die Ausfahrt“, führte der Pressesprecher weiter aus.

Bereits seit 2014 hatten sich Badegäste immer wieder über die Situation beschwert. Geschäftsführerin Birgit Hagemann hatte daraufhin mehrmals auch öffentlich darum gebeten, dass Autofahrer zunächst ihre Parktickets entwerten und dann erst mit dem Auto zur Schranke vorfahren sollten. Der Automat stehe zwar ungünstig, aber ein weiteres Gerät anzuschaffen sei aufgrund der Haushaltslage der Gemeinde nicht möglich. Auch die Umstellung des Automaten sei sehr aufwendig.

Zaunanlage wäre zu teuer gewesen

Weitere Lösungsmöglichkeiten wurden im Jahr 2017 im Zuge der Diskussion über die Erhebung von Eintrittspreisen für den Jersleber See erörtert. Die technische Umrüstung einschließlich des Baus einer Zaunanlage hätte aber mit mehr als 150.000 Euro zu Buche geschlagen und wurde verworfen. Nach weiteren Beschwerden in den Folgejahren wurde beschlossen, die Schranken abzubauen und zwei Parkautomaten zu errichten.

„Mit dem Aufstellen der Parkautomaten schafft die Gemeinde eine Situation, wie sie auf zahlreichen anderen Parkplätzen in Deutschland existiert und wo die Ein- und Ausfahrt reibungslos vonstatten geht“, betont Barlebens Pressesprecher. Parktickets können vorerst nur gegen Hartgeld gelöst werden. Die Möglichkeit, auch per App bezhalen zu können, sei jedoch geplant.

Wurde ein Parkticket gelöst, muss dieses gut sichtbar im Frontbereich zu sehen sein, am besten auf das Armaturenbrett des Autos gelegt werden. Wie der Sprecher weiter erklärt, würden künftig sowohl die Mitarbeiter des Ordnungsamtes als auch die Mitarbeiter des Erholungszentrums die parkenden Autos kontrollieren.

Die Automaten haben laut Zaschke jeweils rund 2 500 Euro gekostet. Hinzu kämen die Kosten für das Aufstellen inklusive Fundament und Pflasterarbeiten. Ferner seien die modernen Parkscheinautomaten solarbetrieben und benötigten daher keinen separaten Stromanschluss.