Wolmirstedt l Es war der 27. August 2003 als sich 23 Frauen und Männer im Keller der Colbitzer Heidebrauerei zusammengefunden hatten, um sich der guten Sache zu verschreiben. Damals bekannten sie sich zu dem internationalen Leitspruch des Lions-Clubs: We serve – wir dienen. Dahinter versteckt sich uneigennütziges soziales Engagement.

Alljährlich erhalten Vereine und Institutionen in der Region auf Antrag Spenden von den Lions. Dabei handelt es sich um Vorhaben, die dem Gemeinwesen dienen, für eine breite Öffentlichkeit von Nutzen sind und allgemeine Anerkennung erfahren. Insgesamt haben die heute 28 Mitglieder in den vergangenen 15 Jahren 77.000 Euro gespendet. Die bislang größte Einzelsumme von 5300 Euro erhielt 2006 die Kirchengemeinde Glindenberg für die Sanierung des Taufengels, mit 5000 Euro förderten die Lions die Herausgabe der Festschrift zur 1000-Jahr-Feier Wolmirstedt, 2000 Euro gab es für die Aufhängung des Taufengels in der Bebertaler Kirche.

Alle Einnahmen werden gespendet

„Wir können stolz darauf sein, was wir bislang gemeinsam geschafft haben. Und ich bin überzeugt, dass uns noch viel einfallen wird, um unser Vereinsziel mit Leben zu erfüllen”, sagte Alan Morris bei der Festveranstaltung. Er ist Gründungsmitglied und amtierender Präsident des Lions Clubs Ohrekreis.

Entsprechend der internationalen Grundsätze der Lions kommen übrigens alle Einnahmen des Fördervereins bis auf den letzten Cent der Allgemeinheit zugute, dazu zählen die Spenden der Lionsmitglieder selbst.

Zu den „Dauerabonnenten” auf eine jährliche finanzielle Spritze gehören die Kreismusikschule, das OK-Live-Ensemble Barleben-Wolmirstedt, der Kulturverein Webers Hof in Farsleben, das Bildungs- und Freizeitzentrum sowie das Kreismuseum in Wolmirstedt oder auch das Holzhaustheater in Zielitz. Als Dankeschön für die langjährige Unterstützung erfreuten Mitglieder des OK-Live-Ensembles die Festgäste auf Webers Hof mit einem kleinen Programm. Zwischen den Auftritten der jungen Talente gab es eine besondere Überraschung. Lionsmitglied Wolfgang Werner aus Samswegen wurde ins Programm einbezogen und machte als Artist eine gute Figur. Von den Frauen war Ulrike Häberer aus Wellen bereit für eine artistische Herausforderung. Zusammen mit dem Trainer balancierte sie sicher und lächelnd auf dem Brett. Für die beiden „Nachwuchsartisten“ gab es donnernden Applaus.

Weitere Projekte geplant

Für musikalische Unterhaltung sorgte Marcus Fahtz, Lehrer an der Kreismusikschule. Der Liedermacher aus Colbitz ist kein Unbekannter, gehört er doch zu jenen, die den Lions beim Baumpflanzen halfen.

Alan Morris nutzte die Gelegenheit auch, um das neue Programm des Clubs vorzustellen. Dazu gehören wieder eine Reihe interessanter Vorträge und Exkursionen. Den Auftakt machte Dr. Rainer Hein, Chefarzt Urologie des Klinikums Magdeburg, der zu Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms referierte.

Am 10. Oktober geht es dann um den archäologischen Sensationsfund im Mammendorf, wo 2014 bei Ausgrabungen die sterblichen Überreste einer erwachsenen Frau und zwei Jahre später die eines Kindes gefunden worden waren. Die wertvollen Grabbeigaben haben dazu geführt, dass von der „Prinzessin aus Mammendorf“ die Rede ist. Alan Morris, der vor seiner Pensionierung Leiter des Wolmirstedter Polizeireviers war, möchte in seiner Präsidentschaft auch Themen aus dem Bereich Verfassungsschutz und Polizeiarbeit thematisieren.