Zielitz l Am 7. Oktober 1964, dem 15. Geburtstag der DDR, wurde der Grundstein für die neue Zielitzer Schule gelegt. Zweieinhalb Jahre später, am 16. April 1967, war die feierliche Einweihung des rund 3,5 Millionen Mark teuren Neubaus.

„Zehn Prozent der Bausumme mussten damals im NAW, dem Nationalen Aufbauwerk, in Eigenleistung aufgebracht werden“, weiß Schulleiter Henning Bialek, „deshalb haben die Lehrer, Erzieher und technischen Kräfte damals fast drei Jahre lang ein halbes Prozent ihres Gehaltes für das NAW-Schulneubaukonto abgeführt.“

Das und viele weitere Fakten haben die jetzigen Schüler in einem Forschungsprojekt zur Geschichte ihrer Schule herausgefunden. Die Projektergebnisse werden am 4. Mai allen Besuchern bei einem Tag der offenen Tür präsentiert. „Anfangs durfte die Schule nur mit Hausschuhen betreten werden“, so Henning Bialek, der von 1969 bis 1973 selbst Schüler an der erweiterten Oberschule Zielitz war.

Mit Spendenlauf

Auch der heutige Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) besuchte die Zielitzer Schule. An ihn ist deshalb eine Einladung zur Festveranstaltung ergangen, bei der am Freitag, 5. Mai, in der Glück-Auf-Sporthalle das Jubiläum gewürdigt werden soll. Ein weiterer Höhepunkt der Festwoche ist ein Spendenlauf, zu dem die Unesco-Projektgruppe der Schule aufruft. Dabei sollen am 3. Mai möglichst viele Spenden eingeworben werden, die an die Itamba Secondary Scool in Tansania für den Wiederaufbau eines abgebrannten Internatsgebäude gehen sollen.

Ein Wiedersehen wird es sicherlich beim traditionellen Ehemaligentreffen geben, zu dem alle fünf Jahre ehemalige Schüler zusammenkommen. Gefeiert wird am 6. Mai in der Glück-Auf-Sporthalle. „Für die Besucher wird dann auch die gesamte Schule für Besichtigungen geöffnet sein. Auch das neue Theater, das viele sicherlich noch nicht kennen, kann bestaunt werden“, so Bialek. Er bedankt sich zudem bei den zahlreichen Helfern und Unterstützern, die mit Spenden und Leistungen die geplanten Höhepunkte absichern helfen.