Ebendorf l Die stellvertretende Leiterin der Einrichtung Gudrun Hermann berichtet aus dem vergangenen Jahr, das die Vorschulkinder mit dem Projekt Waldfüchse verbracht haben. „Unsere Kinder haben wirklich viel gelernt in diesen Monaten“, sagt sie. Geholfen haben dabei die Mitarbeiter aus dem Haus des Waldes in Hundisburg, darunter auch besondern Robert Klose. Er hat den Ebendorfer Knirpsen einen Teil seines Wissens rund um den Wald weitergegeben.

So können die Mädchen und Jungen mittlerweile an Baumscheiben das Alter eines Baums erkennen. Mit Hilfe von Rinde und Blättern können sie die unterschiedlichen Bäume auch bestimmen.

Kinder können Bäume bestimmen

Im Winter haben Kinder, Erzieher und Betreuer aus dem Haus des Waldes in Hundisburg Tierspuren im Schnee verfolgt und gelernt, welche Tiere sich hinter welchen Spuren verbergen. „Dabei waren unsere Kinder wirklich so leise, dass wir im Wald sogar Tiere gesehen haben“, sagt Gudrun Hermann. Sogar einen Buntspecht haben die Kinder gehört und zahlreiche Eichhörnchen an den Bäumen hoch- und herunterhuschen sehen.

„Sie wussten auch, dass die Eichhörnchen die Tannenzapfen abknabbern und dann fallen lassen. Wo sie mehrere Zapfen auf einmal gefunden haben, wussten sie, dass dort ein Eichhörnchen wohnt“, so Hermann. Die Mädchen und Jungen lernten auch, wie Menschen den Tieren im Winter helfen können, die Zeit zu überstehen.

Tierspuren studiert

Im Laufe der Monate haben die Ebendorfer Knirpse auch gelernt, welche wichtigen Aufgaben Jäger und Förster im Wald haben. Eine weitere wichtige Rolle im Rahmen des Waldfuchs-Projektes spielte die Umwelterziehung. Gudrun Hermann erzählt: „Wir geben unseren Kindern natürlich immer mit, dass wir keinen Müll liegen lassen. Das gilt natürlich auch für den Wald, in dem wir viel Zeit verbracht haben.“

Doch nicht nur die Tageszeit im Wald mit Pflanzen und Tieren spielte eine Rolle für Kinder und Erzieher. Sie klärten auch die Frage, ob der Wald nachts schläft. „Wir haben ja zum Anfang des Projekts gleich eine Waldfibel bekommen und konnten den Kindern so erklären, welche Tiere nachts schlafen oder ruhen und welche nicht“, weiß Gudrun Hermann.

Im Herbst haben die Kinder im Wald einen besonderen Fund gemacht: Eine Stange, also einen Teil eines Hirschgeweihs, haben sie bei einer ihrer Wanderungen gefunden. „Darauf waren sie ganz schön stolz, denn solch ein Fund ist wirklich ganz selten“, sagt die stellvertretende Kita-Leiterin. Auch die Früchte des Waldes haben sie im Herbst gemeinsam gesammelt.

Unterstützung durch Haus des Waldes

Zur Prüfung am Montag waren die kleinen Waldfüchse aber trotz ihrer vielen Ausflüge sehr aufgeregt. Robert Klose, Betreuer des Waldfuchs-Projekts, stellte ihnen einige Fragen rund um den Wald, und die Kinder konnten alle beantworten. Auch eine Frage zum Geweih war dabei, das die Kinder dem „König des Waldes“ zuordneten.

„Wir waren schon sehr ergriffen, dass die Kinder nicht nur alles wussten, sondern auch so schöne Worte gefunden haben“, sagt Gudrun Hermann und bedankt sich für die gute Unterstützung aus dem Haus des Waldes. Die Kinder seien für den Sachkundeunterricht in der Schule nun wahrlich gut gewappnet.