Barleben l Während an der Ebendorfer Kindertagesstätte „Gänseblümchen“ fleißig gebaut wird, bewegt sich in Sachen geplantes Kinderzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule zwischen Abendstraße und Breiteweg noch nichts.

Bereits im Jahr 2016 hatte die Gemeinde Barleben zwei Anträge auf Fördermittel aus dem Investitionsprogramm „Stark III“ für energetische Sanierung und Modernisierung von öffentlichen Gebäuden und Infrastrukturen gestellt. Vor rund einem Jahr, im März 2017, hatte Barlebens Pressesprecher Thomas Zaschke auf Volksstimme-Nachfrage gesagt, dass es bis dahin keine Rückmeldung gegeben habe aus dem zuständigen Finanzminsterium des Landes Sachsen-Anhalt.

Beide Anträge zurückgezogen

Mittlerweile hat die Gemeinde beide Anträge auf Fördermittel zurückgezogen. Warum, das erklärt Thomas Zaschke: „Den Antrag den Umbau und die Sanierung der ehemaligen Grundschule in einen Kindergarten haben wir zurückgezogen, um noch nachzuarbeiten.“ Der Grund: Die Vergabe der Fördermittel passiert mit Hilfe eines Punktesystems. Je mehr Punkte die einzelnen Anträge in der Bewertung erreichen, desto weiter oben landen sie in der Liste der möglichen Fördermittelempfänger.

Der Antrag für den Neubau der Kinderkrippe, der auf dem gleichen Gelände verwirklicht werden soll, landete auf der Förder-Liste auf Platz neun von 17 Anträgen. „Das ist nicht schlecht, aber wenn nur die ersten sieben Anträge aufgrund ihrer Punktzahl Fördermittel bekommen, ist das eben zu wenig“, sagt Zaschke. Darum hat die Gemeinde auch diesen Antrag zurückgezogen und bessert nach.

Stichtag ist der 4. Mai

So soll unter anderem die vorhandene Pelletheizung im Grundschulgebäude auf den gesamten Bau ausgedehnt werden, was weitere Einsparungen im energetischen Bereich und mit großer Wahrscheinlichkeit eine bessere Punktzahl für die Fördermittelvergabe bedeuten würde. Die Leiterin des Barleber Wirtschaftshofs Katrin Röhrig ist laut Thomas Zaschke momentan dabei, die Anträge zu überarbeiten. „Der Stichtag ist der 4. Mai, bis dahin müssen die Anträge eingereicht sein. Den Zeitplan danach kann man nicht genau eingrenzen. Einen festen Termin, wann im Falle einer Fördermittelzusage mit dem Um- und Neubau begonnen werden kann, kann ich nicht nennen“, sagt Thomas Zaschke auch.