Barleben l Die Resonanz auf das Ereignis war beachtlich. Zahlreiche interessierte Besucher aus Barleben und dem Umland statteten St. Peter und Paul einen Besuch ab. Sie wurden im Doppelpack belohnt. Da zeigte sich die Barleber Kirche als erhaltungswürdiges historisches Gebäude und zugleich als Stätte des Christentums. Des weiteren legten Organist Uwe Stein und Saxophonist Franz Kadell den Klangteppich unter eine gelungene Veranstaltung.

Zunächst nahmen sich die Anwesenden Zeit und Gelegenheit, die historische Stätte ausgiebig zu erkunden. Immense materielle, finanzielle und ideelle Anstrengungen in den vergangenen Jahrzehnten haben St. Peter und Paul zu einem kirchlichen Kleinod werden lassen. Anschließend nahmen die Besucher im Kircheninnenraum Platz und folgten der Andacht. „Entdecken, was uns verbindet“ rückte Johannes Könitz ins Zentrum seiner Predigt.

Kirche aus dem Jahr 1350

Er ging auf Vergleiche in der Familie, bei Freunden und Bekannten in der Gesellschaft und im Alltag ein. „Glaube, Liebe und Hoffnung können hilfreich sein“, stellte Pfarrer Johannes Könitz fest. Hinsichtlich der Denkmalpflege bezog er sich auf Worte aus der Bibel. „Bebauet und bewahret“ – daran haben sich viele Barleber Generationen seit der Grundsteinlegung der Kirche um 1350 gehalten, sie nach Zerstörung und baulichem Verfall und Verschleiß immer wieder aufzubauen und zu pflegen.

Die Pausen zwischen der Predigt füllte das Musiker-Duo Uwe Stein und Franz Kadell. Erstgenannter, inzwischen Wahl-Barleber, gehörte zu seiner aktiven Zeit als Musiker neben anderen Engagements unter anderem dem Polizeiorchester Sachsen-Anhalt an. Saxophonist Kadell war Chefredakteur der Volksstimme. Beide musizieren in ihrer Freizeit nun gemeinsam. Am Sonntag, 9. September, zum Tag des offenen Denkmals spielten sie beschwingte Melodien aus Musical und Film und weitere beliebte Ohrwürmer. Auch Sequenzen aus Dixieland und Jazz erklangen. Das Programm war natürlich ganz nach dem Geschmack der Zuhörer.

Melodien aus Musical und Film

Johannes Könitz beschloss den Gottesdienst mit der Gewissheit, dass die Barleber Kirche neben ihrer Funktion als Stätte des Christentums und als historisches Denkmal auch weiterhin Bestand haben und sich den Veränderungen in der Gesellschaft stellen wird. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der offene Denkmaltag wesentlich zur Klärung der Frage „Was uns verbindet“ beigetragen hat.