Zielitz l Zwischen Loitscher Weg und Wehrmühlenweg – in der Ramstedter Straße – tummeln sich seit Montag, 20. April, Straßenbaufachleute. Sie ersetzen das bisherige Straßenpflaster. Die zuvor dort verbauten kleinförmigen Mosaiksteine waren der Belastung durch regen Fahrzeugverkehr nicht wie erwartet gewachsen. Die Einpflasterung um die Schächte und Trinkwasserabsteller hatte sich gesenkt. Um höhere Festigkeit zu erreichen, kommen nun große tragfähige Betonpflastersteine zum Einsatz und werden im Baufenster zwischen Loitscher Weg und Wehrmühlenweg Risse und Verschiebungen und Höhenunterschiede im Zuge dieser Maßnahme begradigt. Voraussichtlich in dieser Woche, bis Donnerstag, 30. April, sollen die Bauarbeiten abgeschlossen und die Baustelle ordnungsgemäß beräumt sein.

Die Ramstedter Straße war vor vier Jahren fertiggestellt worden. Im April dieses Jahres erfolgt nun die Reparatur. Dass die Straße um jeden einzelnen Hausanschluss durch das Einbringen geeigneter Baustoffe befestigt und dadurch sicherer gemacht werde, sei eine gute und notwendige Maßnahme, stellten Marita und Bernhard Knust fest. Was ihnen am Freitag, 24. April, nicht gefallen habe, erzählten sie beim Vor-Ort-Termin. „Wir sind mehrere Stunden der Belastung durch Staub, der beim Sägen der Betonsteine ausgetreten ist, ausgesetzt gewesen. Erst nach unserer Intervention hat die Baufirma Abhilfe geschaffen und einen Wasserbehälter samt Wasserspritze installiert.“ Bis dahin sei es schlichtweg unmöglich gewesen, die Fenster ihres Hauses zu öffnen.

In der Folge schnitten die Straßenbauer die Steine unter Wassereinsatz. Dadurch konnte die Feinstaubbelastung reduziert werden. Hier gehe es um Gesundheitsschutz nicht nur der Anlieger, sondern eben auch der Bauschaffenden, die beim Trockenschneiden der Belastung durch Staubverwirbelungen noch intensiver ausgesetzt seien, machte Familie Knust deutlich. „Diese Arbeiten müssen ordentlich und allen Vorschriften entsprechend durchgeführt werden. Deshalb haben wir den konkreten Fall auch angesprochen.“

„Natürlich entstehen durch Straßenbauarbeiten durch gewisse Unannehmlichkeiten. Wir tun aber alles in unserer Macht stehende, einhergehende Belastungen etwa durch Staubbelastung beim Sägen der Pflastersteine so gering wie möglich zu halten“, hieß es seitens der bauausführenden Firma. Sie verwies zudem darauf, das Interesse der Bürger sehr ernst zu nehmen. Anwohner in der Ramstedter Straße hatten auf die starke Staubentwicklung durch Trocken-Sägearbeiten hingewiesen. „Wir haben sofort reagiert und noch am Freitagnachmittag das Wasserfass in der Ramstedter Straße aufgestellt“, informierte die Baufirma. Sie äußerte sich auf Nachfrage auch zur Arbeitssicherheit. Gehörschutz und Atemschutz gehören demnach zur Grundausstattung der Straßenbaufachleute und sollen auch benutzt werden.

Dass die jetzt durchgeführte Maßnahme notwendig sei, stehe außer Frage, zeigte Bernhard Knust durchaus Verständnis. Der Zielitzer, selbst Bauingenieur, machte sich allerdings dieserart Gedanken, warum erneut eine Reparatur habe vorgenommen werden müssen. Schließlich sei die Straße vor etwa vier Jahren grundhaft saniert worden.

Man habe sich damals für die kleinen Mosaiksteine als Straßenpflaster entschieden. Diese haben sich als ungeeignet erwiesen und werden aus diesem Grund durch Betonpflastersteine ersetzt, hieß es aus dem Bauamt.

Seit einer Woche nun tummeln sich Straßenbaufachleute in der Ramstedter Straße, passen Steine an, schneiden sie entsprechend ausgeformt zurecht und verlegen sie in Beton wieder auf die Straße. Geht es nach den Vorstellungen der Bauausführenden, sollen die Arbeiten in Zielitz planmäßig am Donnerstag, 30. April, beendet sein.