Ferienprogramm

Matsch und anderer Quatsch sorgen für Freude in den Ferienspielen in Wolmirstedt

Es ist Sommer und es sind Ferien in Wolm irstedt. Für die Kinder gibt es die Möglichkeit der Ferienbetreuung an der Schule.

Von Steffi Pretz
Britt Engel ist für jeden Spaß zu haben. Hier wird aktuell an einem Schlammloch gearbeitet.
Britt Engel ist für jeden Spaß zu haben. Hier wird aktuell an einem Schlammloch gearbeitet. Foto: Steffi Pretz

Wolmirstedt - Britt Engel ist die Leiterin der Tageseinrichtung Hort Stadt und organisiert an zwei Standorten in Wolmirstedt die Ferienbetreuung der Grundschulkinder. Dazu gehören die Diesterweg Grundschule und auch die Grundschule der Ganztagsschule Johannes Gutenberg. Die Betreuung wird immer in einer Schule gemeinsam durchgeführt, wobei die entsprechenden Pädagogen für die Kinder da sind, so dass bekannte Ansprechpartner auch in den Ferienspielen präsent sind.

Aktuell wird die Betreuung in der Diesterweg Grundschule Schule durchgeführt. In der letzten Ferienwoche wechselt sie dann in die Ganztagsschule Johannes Gutenberg, da in der Diesterweg Grundschule die Grundreinigung ansteht.

Das Thema Corona sei bei schönem Sommerwetter nicht so präsent, so Britt Engel: „Wir machen so viel wie möglich draußen“, erzählt die Leiterin der Ferienbetreuung. „An der frischen Luft können sich die Kinder bewegen, wie sie möchten, ohne Abstandsregeln und Masken, im Schulgebäude sieht es etwas anders aus.“ Aber das Wetter spielt mit und so kann nach Herzenslust auf dem Schulgelände draußen gespielt werden. Wöchentlich gibt es ein neues Projekt, was immer von einer Pädagogin betreut wird. Am Dienstag war Matschtag und alle Kinder, die Lust auf Wasser und Sand und Rumgematsche hatten, konnten sich dabei so richtig austoben. Wo es sonst heißt - spring doch nicht in die Pfütze, war genau dieses das Gebot der Stunde. Was die Kinder auch sehr gern annahmen. Es wurde gebuddelt und geformt und kein Kinderfuß blieb trocken und sauber. Linus, der in die vierte Klasse kommt, war sehr begeistert und freut sich schon auf den nächsten Matschtag. Lana, bald schon in der dritten Klasse, verbringt viel Zeit in der Ferienbetreuung. „Zu Hause ist es zu langweilig, hier sind meine Freunde und wir können toll spielen.“

Betreuung ohne feste Zeiten

Das Projekt mit den Lumpen fand sie gut, gemeinsam mit ihren Freundinnen hatte sie viel Spaß dabei, sich Lumpen zu schneiden. Auch Selina, eine Schülerin, die in die dritte Klasse kommt, freut sich, dass sie in den zwei Wochen der Ferienspiele ihre Freundinnen sieht und mit ihnen spielen kann. „Ich freu mich auch auf den Urlaub mit meinen Eltern, aber es ist toll, dass hier meine Kumpels sind“, sagt Jan, der im neuen Schuljahr in die vierte Klasse kommt.

Die Ferienbetreuung öffnet Montag bis Freitag von 6 Uhr bis 17 Uhr ihre Türen, so dass Eltern auch in den Ferien bei Bedarf ihre Kinder gut betreut wissen in der Zeit, wo sie arbeitstätig sind. Es gibt jedoch keine festen Zeiten, wann die Kinder da sein müssen und wie lange sie bleiben. Das entscheiden die Eltern selbst, wie es für sie in die familiäre Zeitplanung passt. Für die Betreuung, wahlweise halb- oder ganztags, ist eine vorherige Anmeldung notwendig und es wird eine wöchentliche Ferienbetreuungspauschale fällig, die an den Träger zu entrichten ist. Eine warme Mittagsmahlzeit wird gegen Gebühr vom Bodelschwinghhaus angeboten. Frühstück und Vesper bringen die Kinder von zu Hause mit und für den Durst zwischendurch gibt es drinnen und draußen Wasserspender. Egal, welches Angebot gerade dran ist; alles kann und nichts muss. Das heißt, die Kinder können selbst entscheiden, ob sie die Angebote annehmen oder sich stattdessen anders beschäftigen. Möglichkeiten dazu gibt es auf dem großräumigen Gelände genug, sei es der Bolzplatz oder das Klettergerüst oder einfach eine Bank im Schatten der großen Bäume, auf denen man mit Freunden abhängen kann. Manche Schüler helfen auch bei der Verrichtung von kleinen Aufgaben, zum Beispiel dem Abwaschen der Trinkgefäße an den Wasserspendern.

Die nächste Woche steht unter dem Motto Kennenlernen. Da kommen die neuen Erstklässler, die im September eingeschult werden, in die Ferienspiele. „Damit überbrücken wir die Lücke, die es bei der Betreuung der ehemaligen Kindergartenkinder gibt, da diese ab dem 1.8. nicht mehr in die Kindergartenbetreuung gehen können und die Schule ja erst im September wieder beginnt“, erläutert Britt Engel. Und sie führt fort: „Wir wollen es den „Kleinen Neuen“ so angenehm wie möglich machen, ist es doch ohnehin aufregend, wenn der Lebensabschnitt Schule beginnt.“ So werden Namensschilder gebastelt und es wird Führungen durch das Schulgebäude und über den Schulhof geben, damit die ABC Schützen am ersten Schultag nicht mehr ganz das Gefühl haben, fremd zu sein und sich mit Vielem an der Schule schon mal anfreunden konnten.