Sandbeiendorf l Die Jagdgenossen kennen sich aus in ihrem fast 900 Hektar umfassenden Beritt. Sie wissen, wo Umweltverschmutzer und -sünder illegal jede Form von Müll und Unrat gedankenlos in die Natur entsorgen. Es kommt wieder einiges zusammen, das die Sandbeiendorfer auf ihren Streifzügen durch Wald und Flur gesammelt haben.

Sieben Kubikmeter gesammelt

Vor Ort laden die Helfer den Müll auf einen Treckeranhänger oder in die Schaufel eines Radladers. Danach setzt sich der Tross mit der Ladung zum Sandbeiendorfer Canyon in Bewegung. Dort erfolgt das Umladen in einen Müllcontainer. Kopfschüttelnd stehen die freiwilligen Helfer vor dem Container, der nach dem Vormittagseinsatz sieben Kubikmeter Müll in sich aufgenommen hat.

Das Wetter ist angenehm am Sonnabendvormittag. Der wiederholte Anblick des illegal entsorgten Mülls ist es nicht. „Wir haben alte Autoreifen und -teile, alte Fernsehgeräte, Schrott, Müll jeglicher Art, einen ganzen Haufen Silofolie und zwei Kanister mit Resten von Reinigungsmitteln gefunden“, berichtet Stephan Polzin, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Sandbeiendorf. „Diese Funde werden nicht weniger. Das zeigt uns, wie wichtig unsere Entmüllungsaktion für die Umwelt ist.“ Schlussendlich diene sie neben dem Naturschutz auch dem sauberen ordentlichen Dorfbild.

Bilder

Autoreifen und alte Fernseher

Dem Grunde nach wären viel mehr mit Mülltüten bewaffnete Freiwillige vonnöten, um die Wegeränder vom Unrat zu befreien. „Das ist übel, was sich dort ablagert. Alte Kaffeepappbecher, leere Flaschen, Essenreste liegen in Mengen umher.“ Problematisch seien weggeworfene Glasflaschen, da diese Waldbrände auslösen können. „Wenn wir den Unrat nicht entsorgen, dauert es nicht lange und es türmen sich Müllberge auf. Dem wollen wir wirksam begegnen.“

Gegen Mittag ist die Entrümplungsaktion beendet. In gemütlicher Runde bei einem Imbiss und kühlen Getränken werten die Helfer ihren Einsatz noch aus und appellieren an ihre Mitmenschen, den Müll nicht mehr verantwortungslos in die Natur zu entsorgen. Gleichzeitig werben die Akteure um mehr fleißige Mitstreiter für künftige Aktionen dieser Art. „Jede Hand hilft uns“, weiß Stephan Polzin.