Barleben l Kurz nach 15 Uhr am Sonnabend auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Barleben: Eine Person ist unter einem Container eingeklemmt, aus dem eine unbekannte Flüssigkeit austritt. Mit Blaulicht und Martinshorn fährt die Freiwillige Feuerwehr vor, verschafft sich einen Überblick, beginnt zu handeln. Zwei Kameraden in Schutzanzügen fangen die austretende Flüssigkeit in einer Wanne auf, verschließen das Leck im Container. Ein anderer Kamerad kümmert sich um den Verletzten, legt ihm eine Decke unter den Kopf, redet beruhigend auf ihn ein.

Groß angelegte Vorführung

Bei dem Szenario handelt es sich um eine groß angelegte Vorführung, bei der die Mitglieder der Jugendfeuerwehr zeigen können, was sie bereits im Rahmen ihrer Dienste und Weiterbildungen gelernt haben. Die eingeklemmte Person ist eine Puppe, der Notfall nicht echt. Dennoch legen alle Beteiligten große Professionalität an den Tag: Unter Assistenz der aktiven Einsatzkräfte heben die Jugendlichen per Druckluftkissen den Container an, unter dem die Person eingeklemmt ist. Gemeinsam bergen sie den Verletzten und räumen im Anschluss daran auf.

Die Freiwillige Feuerwehr Barleben hatte am Sonnabend zum Tag der offenen Tür auf ihr Gelände an de Ernst-Thälmann-Straße eingeladen. Gleich in der Einfahrt konnten feuerwehr-begeisterte Kinder und Erwachsene die Fahrzeuge der Wehr bestaunen und erkunden, die Kameraden beantworteten bereitwillig alle Fragen zu den Autos und der technischen Ausrüstung. Am Nachmittag sang und tanzte eine Gruppe Kinder aus der Kita „Gut Arnstedt“ zu Liedern, die sich rund um die Feuerwehr drehten, und für die kleinsten Besucher hatten die Brandschützer nicht nur eine Hüpfburg, sondern auch noch eine Bastelstraße vorbereitet.

Bilder

Meterhohe Stichflamme bei Fettbrand

Wer wollte, konnte mit echtem Gerät am Feuerlöschtrainer üben, wie man ein kleines Feuer löscht; Kinder konnten mit dem Wasser aus dem Feuerwehrschlauch klappen an einem Holzhaus öffnen. Nichts für Menschen mit Höhenangst war allerdings der Aufstieg mit dem Hubwagen, den eine ortsansässige Firma der Feuerwehr für ihre Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte. In bis zu 27 Metern Höhe konnten die Besucher den Ausblick auf Barleben wagen, auch der Kalimandscharo und die Magdeburger Hochhäuser am Neustädter See waren zu sehen. Der Barleber Jugendclub hatte der Feuerwehr eine Musikanlage zur Verfügung gestellt.

Einer der Höhepunkte des Tages der offenen Tür war neben der großen Vorführung der Jugendfeuerwehr und einer Fettexplosion mit einer mehr als fünf Meter hohen Stichflamme die Ehrung von Walter Görges für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Barleber Wehr. „Wir haben eine rundum gelungene Veranstaltung erlebt und hoffen, dass sich der eine oder die andere noch angesprochen fühlt, unsere Einsatzabteilung oder auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr zu verstärken“, sagt Lars Henning, Beauftragter der Feuerwehr für die Öffentlichkeitsarbeit.