Ebendorf l Lehrer und Kantor Georg Schulze war eine Institution in Ebendorf. Wer ihn nicht mehr persönlich kannte, kennt ihn aus Erzählungen von Familienmitgliedern. Selbst bei Ehejubläen fällt sein Name oft genug, wenn es um die Schulzeit der Ebendorfer Jubilare geht. Nun wollen die Mitglieder des Ebendorfer Kultur- und Heimatvereins dem mittlerweile verstorbenen Lehrer ein Denkmal setzen und den großen Steinbruch am östlichen Ortsrand nach ihm benennen.

Der Kultur- und Heimatverein hatte erst im Februar 2017 nach langem Hin und Her die Verantwortung über den Steinbruch übernommen. Diskussionen um den Namen des Steinbruchs hatte es Ende 2017 gegeben, weil die Barleber Gewässer bislang keine Namen tragen. Aus einer reinen Informationsvorlage ist für den Gemeinderat aber inzwischen eine Beschlussvorlage geworden, nachdem der Kultur- und Heimatverein zusätzliche Informationen nachgereicht hatte. Der Rat muss also in seiner kommenden Sitzung über die Namensgebung abstimmen. Ebendorfs Ortsbürgermeister Manfred Behrens erwartet dabei keine Schwierigkeiten: „Die Benennung des Steinbruchs tut ja niemandem weh, sondern ehrt mit Georg Schulze jemanden, der in Ebendorf lange gelebt und gewirkt hat.“

Ortsrat entscheidet einstimmig

Der Ebendorfer Ortschaftsrat hatte sich in dieser Woche einstimmig für die Namensgebung „Lehrer-Georg-Schulze-Steinbruch“ entschieden. „Dass der Ortschaftsrat dieses Anliegen so unterstützt, freut uns natürlich besonders“, sagt Jens Barthel, der nicht nur Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins ist, sondern auch Mitglied des Ortschaftsrates. Eine Diskussion um den Namen hatte es im Ortschaftsrat nicht gegeben, dort herrschte Einigkeit, dass der Name „Lehrer-Georg-Schulze-Steinbruch“ lauten sollte.

Im Sozialausschuss vor wenigen Tagen hatten die Mitglieder noch dafür votiert, den „Lehrer“ wegzulassen und nur „Georg-Schulze-Steinbruch“ als Namen zu nutzen. Als nächstes muss sich am 26. April der Hauptausschuss mit dem möglichen neuen Namen befassen und eine Empfehlung für den Gemeinderat abgeben, der dann voraussichtlich in seiner Sitzung am Donnerstag, 3. Mai, über die Namensgebung befindet.

Ab 1928 Lehrer gewesen

Georg Schulze war ab 1928 Lehrer in Ebendorf. Neben seiner Lehrtätigkeit legte er als Hobbyforscher den Grundstein für die Ebendorfer Orts-Chronik. Zum besagten Steinbruch hatte der Lehrer und Kantor eine ganz besondere Beziehung: Im Rahmen des Sportunterrichts hat er laut Kultur- und Heimatverein rund 400 Freischimmer- und zahlreiche Rettungsschwimmer-Prüfungen abgenommen. Georg Schulze verstarb 1984 Georg im Alter von 85 Jahren.