Wolmirstedt l Wer von Glindenberg Richtung Heinrichsberg fährt, erkennt in der Höhe des Angelgewässers einen grünen, kniehohen Kunststoffzaun. Das ist ein Krötenzaun, der Tieren den Weg über die Straße versperrt. Die kreuzt nämlich ihren Weg aus dem Wald zum Gewässer. Dorthin werden sie von ihrem inneren Kompass getrieben, dort wollen sie laichen, für Nachkommen sorgen. Damit sie auf diesem Weg zur Fortpflanzung nicht umkommen, haben die Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) diesen Krötenzaun errichtet. In regelmäßigen Abständen sind auf der Waldseite Eimer in die Erde gegraben und mit Laub ausgepolstert. Läuft es gut, plumpsen die Kröten und Frösche in die Eimer. Nicht angenehm, vielleicht, rettet aber womöglich ihr Leben. Die Eimer werden regelmäßig abgesucht, die Froschlurche im Eimer über die Straße getragen.

Zaun wird kontrolliert

Der Glindenberger Lothar Schmidt gehört zu den Helfern, die sich mindestens dreimal in der Woche auf den Weg machen, um die Eimer an den Krötenzäunen zu kontrollieren. Er weiß mittlerweile, dass sie bei Temperaturen unter sieben Grad lieber im Wald bleiben und die Eimer vermutlich leer sind. Er kontrolliert trotzdem, die Frösche sollen leben.