Soziales

Öffnungsperspektive für Jugendclubs: Einrichtungen in Barleben und Meitzendorf öffnen voraussichtlich am 25. Mai

Von Sebastian Pötzsch
Sabine Unze präsentiert den neuen Fußboden im Barleber Jugendclub.
Sabine Unze präsentiert den neuen Fußboden im Barleber Jugendclub. Foto: Sebastian Pötzsch

Barleben

„Damit haben wir wieder eine Perspektive“, sagte Gemeindesozialarbeiterin Sabine Unze am Dienstag gegenüber der Volksstimme. Voraussetzung für die Öffnung sei eine stabile Entwicklung der Corona-Fallzahlen nach unten. Die Einrichtungen waren nach monatelangem Lockdown Anfang März zunächst wieder geöffnet, dann wenige Tage später wegen der steigenden Inzidenzzahlen wieder geschlossen worden.

Wände solen mit Graffity verschönert werden

Trotz der Schließungen habe sich etwas bewegt. „So haben wir die Zeit genutzt, den Fußboden im Jugendclub Barleben zu erneuern“, erklärte Unze weiter. Alles sei vorher verpackt und ausgeräumt worden. „Dank der Mitarbeiter des Wirtschaftshofes hat das reibungslos geklappt.“ Dann konnte der alte Bodenbelag abgetragen und ein neuer aufgetragen werden.

Nun fehlt der Barleber Einrichtung, die bis ins vergangene Jahr saniert worden war, noch etwas Farbe. Die Idee: Die weißen Wände sollen mit bunten Graffitis verschönert werden. „Wir rufen Kinder und Jugendliche dazu auf, ihre Entwürfe einzureichen. Insgesamt drei Wände stehen zur Verfügung“, führt Sabine Unze aus.

Dabei seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Nur dürfen die Motive nicht gewaltverherrlichend, fremdenfeindlich oder pornografisch sein. Die eingesandten Vorschläge würden gemeinsam mit den Jugendlichen abgestimmt, die den Club regelmäßig nutzen.

„Sind die Graffitis einmal dran, heißt das nicht, dass sie da ewig bleiben müssen“, erklärte die Sozialarbeiterin weiter. Bei neuen Ideen könnten die Wandbilder erneuert werden. „Der Jugendclub lebt ja vom Wandel.“

Von der Börde nach Bergen Belsen

Darüber hinaus sei in den vergangenen Wochen weiter an bereits geplanten Projekten gearbeitet worden. Als Beispiel nannte Unze eine Fahrt nach Bergen-Belsen. „Zeitzeugen werden immer weniger. Der Ausflug soll die Zeit des Nationalsozialismus erlebbar machen“, erläuterte die Sozialarbeiterin.

Insgesamt 45 Plätze stünden zur Verfügung. Allerdings soll erst Schülern der 8. und 9. Klassen der Gemeinschaftsschule ein Angebot zur Teilnahme gemacht werden. Für Restplätze könne sich dann angemeldet werden. „Zu gegebener Zeit werden wir uns an die Öffentlichkeit wenden“, sagte Sabine Unze.

Flohmärkte in Barleben und Meitzendorf

Außerdem bereitet sie gerade zwei Flohmärkte vor. Dafür gibt es Unterstützung vom Kinder- und Jugendförderverein Barleben sowie dem Mehrgenerationenzentrum. Ein Termin steht bereits fest. Soweit es die dann geltende Eindämmungsverordnung zulässt, findet der erste Flohmarkt am 12. Juni von 10 Uhr bis 15 Uhr auf dem Hof der Mittellandhalle Barleben statt, der zweite am 19. Juni von 13 bis 18 Uhr auf dem Alten Schulhof in Meitzendorf. Wegen der reglementierten Teilnehmerzahl sollte sich schnell angemeldet werden. Außerdem soll es im zweiten Halbjahr ein „Basteln mit den Kleinen“ geb

„Natürlich können sich Kinder und Jugendliche weiterhin fast jederzeit bei mir melden, auch einfach nur, um mal zu quatschen“, sagte Sabine Unze. Auch ein Videochat sei möglich. Ferner bestehe die Möglichkeit, Sorgen im „Sorgenbriefkasten“ einzuwerfen. Dieser befindet sich am Jugendclub Barleben. Zu guter Letzt weist die Sozialarbeiterin auf den Jugendfragebogen hin, der auf der Internetseite der Gemeinde Barleben abgerufen werden kann und bereits im aktuellen Mittellandkurier veröffentlicht wurde. „Der ist dafür gedacht, um Anregungen hinsichtlich der Jugendarbeit in der Gemeinde zu erhalten“, so Sabine Unze. Der Fragebogen ist auch in den Jugendtreffpunkten in der Gemeinde über einen QR-Code abrufbar.