Dahlenwarsleben l „Wir haben den Kita- und Hortkindern vermittelt, welche Telefonnummer sie im Notfall wählen müssen, wie ein Verband korrekt angelegt wird, welche Funktion ein Dreiecktuch hat oder wie die stabile Seitenlage auszuführen ist“, macht Gordon Westphal, Kreisleiter für Jugendarbeit beim DRK-Kreisverband Börde, deutlich. Mit ihm sind Rettungssanitärin Kathrin Grimbach, Erik Lehmann, stellvertretender Kreisleiter für Jugendarbeit beim DRK-Kreisverband Börde, Bundesfreiwilligendienstleistende Laura Weidemann, Pascal Schreiber, Schulsanitäter an der Gemeinschaftsschule Barleben und Angehöriger des Jugendrotkreuzes, sowie Lena Schneider, sie leistet ein Freiwilliges Soziales Jahr, in Dahlenwarsleben angereist.

DRK-Besuch in Woche vor Schulbeginn

Traditionell besucht das DRK die „Hoppetosse“ in der Woche vor dem Schulbeginn. „Das tun wir seit vielen Jahren. Wir bringen den Kindern wichtige Dinge für erste lebensrettende Maßnahmen bei, falls etwas passiert“, erzählt Gordon Westphal. Der Schulbeginn steht unmittelbar bevor, Wege in die Bildungseinrichtungen werden ab sofort wieder stärker bevölkert sein - auch durch künftige Erstklässler. Sie werden zu aktiven Verkehrsteilnehmern und fordern alle anderen zu erhöhter Aufmerksamkeit auf.

Doch nicht nur im Straßenverkehr lauern Gefahren. Wie schnell kann es beim Herumtollen auf dem Spielplatz zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen. „Durch Unachtsamkeit passiert es dann, dass jemand stürzt oder sich verletzt. Erwachsene sind dann häufig nicht in der Nähe. Dann ist es gut, dass die Kinder wissen, wie sie sich in so einem Fall verhalten müssen“, machen die Rotkreuzler und Kita-Leiterin Kerstin Richter deutlich.

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Selbermachen an fünf Stationen

An fünf Stationen werden die Kinder über relevante Dinge informiert. Dicht umlagert ist Erik Lehmann, als er seiner Gruppe das Anlegen eines Dreieckstuches demonstriert. Selber machen ist aufschlussreich, so üben die jungen Leute wechselseitig, wie das Tuch optimal anzulegen ist. Derweil werden Pflaster ausprobiert und kommen an imaginären Blessuren zum Einsatz.

Renner ist natürlich der Rettungswagen des DRK. Rettungssanitäterin Kathrin Grimbach und Gordon Westphal erklären Funktion und Wirkungsweise des Fahrzeuges. Die Rettungsliege zieht an; neugierig bestaunen die Zwerge das umfangreiche Zubehör und stellen Fragen.

Stabile Seitenlage und Wundversorgung

Weitere Stationen sind die stabile Seitenlage und der Schminktisch. An diesem herrscht ebenfalls großer Andrang. Fingerfertig verpasst Lena Schneider den Probanden eine nahezu echt wirkende Verletzung. „Die haben wir uns beim Spielen zugezogen“ erzählen mit einem Augenzwinkern Leyla, Matheo, Hannes und Charlotte. Sie wissen, dass in einer derartigen Situation Erste Hilfe anzuwenden ist. Sie wissen für diesen Fall auch, dass ein Erwachsener verständigt werden muss. „Ist gerade keiner da, müssen wir das Krankenhaus anrufen“, ist den Kindern klar. Und als Gordon Westphal nach der Telefonnummer des Rettungsdienstes fragt, kommt die prompte Antwort: „112“.