Niederndodeleben l Schon seit Jahrzehnten kümmern sich die Mitglieder des Vereins „Naturfreunde Wartberg“ (kurz Wartbergverein) darum, dass der Wartberg für die Naherholung aufgewertet wird. „Das ist uns in den vergangenen vier Jahren wieder gut gelungen, was die zunehmende Zahl der Besucher und Veranstaltungen auf dem Wartberg zeigt“, erklärte der Vereinsvorsitzende Werner Schier, als er auf der Hauptversammlung Rechenschaft ablegte.

Leider musste der derzeit 42 Mitglieder zählende Verein besonders auch im vergangenen Jahr immer wieder Rückschläge einstecken. So nannte Werner Schier das Problem, dass einige Besucher auf dem Areal den Parkplatz als Müllhalde ansehen und hier ihre Abfälle ersorgen.

Zahl der Besucher steigt

„Das muss dann vom Verein oder von der Gemeinde entsorgt werden“, unterstrich er. Trotz regelmäßiger Einsätze, die von den „Naturfreunden Wartberg“ organisiert werden, um Turm und Denkmal zu pflegen und auch die Verunreinigungen des Geländes zu beseitigen, bleibt ein gewisser Grad der Hilflosigkeit.

Das betrifft besonders auch den nun verstärkt aufgetretenen Vandalismus am Denkmal und am Bismarckturm. Zahlreiche Graffiti-Schmierereien fallen Besuchern auf dem Wartberg sofort ins Auge. Konnte das beschädigte Dach des Turmes nach dem zweiten Mal noch dank der Unterstützung des Unternehmens Agro-Bördegrün repariert werden, war nach der dritten Beschädigung ein Austausch des Daches nötig.

Dach beschädigt

Wie Werner Schier berichtete, hat die Gemeinde die Reparaturkosten größtenteils übernommen. In Eigenleistung hat der Verein dagegen mehrmals die Sitzbank repariert. „Besonders schmerzlich war vor kurzem die Beschädigung der Eingangstreppe durch das Herabwerfen von großen Feldsteinen, die zuvor aus dem Denkmal gebrochen wurden“, erinnert sich Werner Schier außerdem zurück.

Jede Anzeige bei der Polizei war erfolglos und auch eine Suche nach Hinweisen, für die eine Prämie ausgesetzt wurde, verlief im Sand. „Wir werden uns jedoch dadurch nicht entmutigen lassen“, so Schier.

Steine herausgebrochen

Mit diesem Optimismus schauen die Vereinsmitglieder auf Veranstaltungen, die sie für das laufende Jahr wieder planen. So soll auch das Osterfeuer – traditionell am Ostersonnabend, 31. März – wieder der Höhepunkt des Vereinsleben werden.

Erneut werden die Vereinsmitglieder die Organisation und die Bewirtung auf dem Wartberg übernehmen. Gleiches gilt auch für die Veranstaltung am Herrentag (10. Mai). „Wir wollen uns auf jeden Fall auch am Freiwilligentag der Gemeinde im September und vielleicht auch am 21. April beteiligen“, nennt Werner Schier weitere Termine für das Vereinsleben.

Osterfeuer am 31. März

Aber auch andere Vereine und Schulen nehmen den Wartberg gern als Kulisse für ihre Veranstaltungen an. Werner Schier und sein Stellvertreter Rolf-Dieter Denecke zählen unter anderem Kinderfeste, Drachenfeste oder Zusammenkünfte der Funker auf. „Dann sorgen wir für die Bereitstellung von Strom und Wasser und kümmern uns, dass das Objekt in einem ordnungsgemäßen Zustand verlassen wird“, so Werner Schier, der in Summe auf etwa zehn bis zwölf Veranstaltungen jährlich kommt, die auf dem Wartberg stattfinden.

Zentrum der Aktivitäten des Wartbergvereins sind aber auch die in jedem geraden Monat am dritten Dienstag stattfindenden Versammlungen. Hier werden Aktivitäten und Probleme besprochen. Das wird auch so sein, nachdem nun turnusgemäß der Vorstand neu gewählt wurde.

Vorstand wiedergewählt

Den alten Vorstandsmitgliedern wurde erneut das Vertrauen ausgesprochen. So bilden Werner Schier als Vorsitzender und Rolf-Dieter Denecke weiterhin die Spitze des Vereins. Cathrin Hildebrand als Kassenwart, Karsten Fricke als Schriftführer sowie Jörg Pilz und Lutz Kleinert als Beisitzer stehen ihnen zur Seite. „Junge Neumitglieder“ sind übrigens jederzeit gern gesehen.