Groß Ammensleben. Dennoch laufen die Aufräumarbeiten nach dem schier ununterbrochenen Schneefall der vergangenen Tage auf Hochtouren. Die Niedere Börde bekommt dabei Hilfe von außen.Gut jede Viertelstunde kommt ein riesiger Lastkraftwagen der Firma Papenburg in Vahldorf an und lädt jeweils bis zu 20 Tonnen Schnee ab. Eine gemeindeeigene Fläche am nördlichen Ortstrand bietet sich dafür an. Die weißen Massen kommen aus allen Ortschaften der Einheitsgemeinde. Würden sie liegen bleiben, stünde das öffentliche Leben wohl noch tagelang still.

Seit Sonntag unermüdlich im Einsatz

Einer dieser neuralgischen Punkte befindet sich inmitten von Groß Ammensleben. Hier sind zwei Gemeindearbeiter dabei, den Kreisverkehr freizuräumen. Unterstützung bekommen die Männer von einem Papenburg-Mitarbeiter und seinem Radlader. Etwa sieben Tonnen Schnee passen in seine riesige Schaufel, sagt der Fahrer. Damit belädt der Mann einen großen LKW nach dem anderen.

„Zum Glück hat sich die Wetterlage beruhigt. Nun gilt es, die Schneemassen aus den Orten herauszubekommen“, sagt Ina Stimpel vom Fachdienst „Gemeindeentwicklung“ in der Verwaltung der Niederen Börde. Bereits seit Sonntagvormittag seien bis zu zehn Mitarbeiter des Betriebshofes fast ununterbrochen dabei, Straßen, Gehwege und öffentliche Plätze möglichst vom Schnee freizuhalten. Nur drei Fahrzeuge – ein kleiner Traktor, eine kleiner Radlader und ein weiteres Kleinfahrzeug – stehen dabei zur Verfügung. Eine Sisyphus-Arbeit. Denn aufgrund des unaufhörlichen Schneefalls und des starken Windes, der zu Verwehungen führte, schneiten die Plätze nach nur relativ kurzer Zeit immer wieder ein.

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"Hatten zum Glück viel Hilfe"

„Zum Glück hatten wir nicht nur Hilfe von vielen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren“, sagt Ina Stimpel. Bereits am Sonntag hatte das Papenburg-Unternehmen seine Unterstützung zugesagt. Seither sind etliche Kollegen mit schwerer Technik im gesamten Gemeindegebiet im Einsatz. Insgesamt sind bis zu fünf der Lastkraftwagen der Firma in der Niederen Börde unterwegs sowie bis zu drei Radlader.

Am Montag sind laut der Verwaltungsmitarbeiterin weitere Hilfskräfte eingetroffen. „Wir erhalten Unterstützung von der Dawa-Agrar GmbH aus Dahlenwarsleben sowie der Ohreland KG Samswegen“, berichtet Ina Stimpel. Mehrere Fahrzeuge wie beispielsweise Traktoren mit Schiebeschild und etliche Mitarbeiter sind in den Ortsteilen im Einsatz.

Ab Montag sollen Busse wieder fahren

Mindestens bis zum morgigen Freitag soll das Beräumen in den Ortschaften weitergehen. „Ab Montag werden die Busse wieder fahren. Bis dahin müssen alle Haltestellen und jene Straßen, die von den Bussen genutzt werden, schneefrei sein“, sagt die Fachdienstleiterin.

Dank der hohen Einsatzbereitschaft sei in den vergangenen drei Tagen schon viel passiert und einiges an Schneemassen abgefahren worden. Tatsächlich war das bisher größte Problem: Wohin mit dem vielen Weiß? Vor allem viele Grundstücksbesitzer und Anwohner seien schlicht überfordert gewesen. „Wir haben glücklicherweise die Grünfläche in Vahldorf. Dorthin wird der gesamte Schnee der Gemeinde abtransportiert“, sagt Ina Stimpel.

Verwaltung dankt den vielen Helfern

Das sei sehr wichtig, nicht nur, um den Verkehr kurzfristig wieder ins Rollen zu bringen. „Stellen sie sich vor, die Schneemassen beginnen irgendwann zu tauen. Dann hätten wir ein riesiges Wasserproblem in der Orten“, erklärt die Fachfrau und fügt hinzu: „Solange Frost ist, müssen wir die Zeit nutzen.“

So bittet Ina Stimpel bei den Bürgern um Verständnis, „dass unsere Mitarbeiter nicht überall zugleich sein und alle Straßen beräumen können. Das braucht seine Zeit.“ Ihr liege es am Herzen, auch im Namen des Bürgermeisters der Gemeinde, Stefan Müller (CDU), sich bei den vielen Helfern zu bedanken. „Unter der hohen Einsatzbereitschaft wird unermüdlich versucht, der Schneemassen Herr zu werden.“