Niederndodeleben l Die Landfrauen-Gruppe „Holli Holler“ aus der Hohen Börde hat das Jahr über einen gut gefüllten Kalender, darunter auch mit stets wiederkehrenden Veranstaltungen. So lädt auch Landfrau Helmi Ritter einmal jährlich ihre Mitstreiterinnen in ihren Garten in Niederndodeleben ein, um sie als „Backkaiserin“ mit den leckersten Kuchen und Torten zu verwöhnen. „Das ist bestimmt schon das achte Mal“, sagte sie am Dienstagnachmittag. Aus den Vorjahren leidgeprüft, ging auch diesmal ihr Blick wieder gen Himmel: Wird das Wetter während der Zusammenkunft im Garten halten?

Empfang bei der Backkaiserin

Schließlich wollten die Landfrauen unter Leitung von Anke Busse nicht nur feiern, sondern auch miteinander ins Gespräch kommen, auf ihre Anliegen hinweisen und darstellen, dass Landfrauen nicht nur gut kochen, backen und nähen können. „Wir wollen uns stark für die Interessen der Frauen im ländlichen Raum einsetzen“, unterstrich die Vorsitzende der Landfrauengruppe, Anke Busse. Als Zuhörinnen konnten die Landfrauen diesmal die sachsen-anhaltische Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, Claudia Dalbert, sowie Sibylle Klug als Vorsitzende des Landfrauenverbandes Sachsen-Anhalt begrüßen.

„Mit unseren vielschichtigen Aktionen und Veranstaltungen setzen wir starke Impulse und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für mehr Lebensqualität auf dem Lande. Mit unserer starken Präsenz vor Ort machen wir das Leben in unseren Dörfern lebendiger“, erklärte Anke Busse. Sie war sich gemeinsam mit den anderen Landfrauen aber auch bewusst, dass es für das Ehrenamt gute Rahmenbedingungen braucht, um die erfolgreiche Arbeit im ländlichen Raum fortsetzen zu können.

Bilder

Umweltministerin zu Gast

Was die Landfrauen leisten, wurde beim Sommerfest wie üblich auch praktisch gezeigt. So hatte Helmi Ritter wieder mehrere Torten und Kuchen „gezaubert“ und Ursula E. Duchrow-Buhr ein „beerenstarkes Holunder-Getränk“ angerichtet. Anne Gendera drehte mächtig am Leierkasten und Andrea Naunapper, die auch Mitglied des Vereins „Kaiserfrühling Quedlinburg“ ist, schlüpfte in die Rolle der Kaiserin Adelheid von Burgund und erzählte aus „ihrem“ Leben.

Die Landfrauen sind sich aber auch bewusst, dass sie nicht nur auf kulturellen Wegen Bedeutung haben, sondern vor allem bei der Bildung der unterschiedlichen Generationen. „In unserer Ortsgruppe vereinen wir die Interessen von Frauen verschiedener Berufsgruppen und aller Generationen“, betonte die Vorsitzende.

Umweltthemen im Fokus

Gerade das würde vielseitige Möglichkeiten zum Austausch, zur Vernetzung und zu einem Dialog auf Augenhöhe bieten. „Wir zeigen Flagge, da wir unser Know-how zur Alltags- und Lebensführung an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weitergeben und damit für aufgeklärte Verbraucher sorgen“, so Anke Busse. Als Beispiele nannte sie die Projekte zum Tag der Milch oder das gesunde Frühstück in den Kindertagesstätten. Ihrer Meinung nach werden künftig auch mehr Umweltthemen in den Fokus rücken.

Nach der Sommerpause werden die Landfrauen „Holli-Holler“ wieder beim Tag der Regionen in der Hohen Börde sowie zum Tag der Süßen Tour in Aktion zu erleben sein.