Musik

Songs, die unter die Haut gehen

„Under Skin“ hat sich in die Werk- und Kulturscheune in Loitsche zurückgezogen. Grund dafür war die Aufnahme ihres ersten Albums.

Von Andreas Satzke

Loitsche l Die Räume in der Werk- und Kulturscheune in Loitsche sind gefüllt mit Instrumenten. In einem Nebenraum sind Kabel, Mischpulte und Computer verteilt. Der Grund dafür: Erstmals seit der Eröffnung wurde dort ein Album aufgenommen. Die Band „Under Skin“, deren Mitglieder aus dem Landkreis Börde kommen, hat sich in der vergangenen Woche für zwei Tage zurückgezogen, um ihre erste CD aufzunehmen.

„Under Skin“ (dt.: unter der Haut) das sind: Jonas Pötke (Schlagzeug), Moritz Wippermüller (Gitarre), Pauline Winter (Lead-Sängerin), Julius Karlapp (Piano) und Cornelius Miller (Bass).

„Der Bandname wurde aus keinem bestimmten Grund gewählt“, erzählt Julius Karlapp. „Aber er lässt sich gut damit erklären, dass unsere Musik unter die Haut geht.“ Auf eine genaue Musikrichtung wollen sich die fünf Musiker nicht festlegen. „Am ehesten könnte man unsere Musik als Fusion Rock bezeichnen“, sagt Moritz Wippermüller.

Das sei kein spezielles Genre, sondern solle den Einfluss von vielen verschiedenen Richtungen der Rock-Musik verdeutlichen. Das wird auch deutlich, spricht man die Mitglieder auf ihre Lieblingsbands an. Es fallen sowohl Namen wie Pink Floyd als auch Oasis. „Wir möchten uns einfach nicht festlegen, sondern die Musik machen, die uns gefällt“, sagt Julius Karlapp.

Das gilt auch für die Song- inhalte. Zwar gebe es Songs, die durchaus eine politische Aussage hätten, als wirklich politisch wollen sich die Bandmitglieder aber nicht sehen. Auch weil zuerst die Melodie und dann der Text geschrieben werde, sei eine thematische Festlegung schwierig.

„Wir haben keinen alleinigen Songwriter. Jeder, der eine Idee hat, bringt sie mit in den Proberaum und dann arbeiten wir gemeinsam daran“, sagt Moritz Wippermüller. Wie lange das Schreiben eines Songs brauche, sei unterschiedlich. „Bei manchen ist der Text in zehn Minuten fertig, bei anderen dauert das eine Woche“, sagt Julius Karlapp. Das Arrangieren der Instrumente dazu nehme längere Zeit in Anspruch.

Insgesamt neun Songs wurden für das Album eingespielt. Davon auch einige, die die Band noch nie vor Publikum gespielt hat. Für die Aufnahmen und das Mischen war Thomas Noetzel aus Mose zuständig, der den jungen Musikern mit seiner Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite stand, sie aber auch selbst am Entstehungsprozess des Albums teilhaben ließ.

Der Kontakt zur Werk- und Kulturscheune und speziell zu Benjamin Otto, der die Band an den zwei Tagen der Aufnahmen begleitete, besteht schon länger. Sowohl bei der Grundsteinlegung als auch bei der Einweihung der Scheune sind „Under Skin“ bereits aufgetreten. „Die Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben“, sagt Benjamin Otto. „Außerdem fällt es der Band vermutlich leichter, wenn sie einfach von morgens bis abends hier ihre Ruhe haben.“

„Wir können hier unter Workshopatmosphäre arbeiten und die Location ist ziemlich gut. Der Sound kann sich hier gut entfalten“, bestätigt Moritz Wippermüller.

Wann das Album fertig wird, können die Bandmitglieder noch nicht sagen, doch auf jeden Fall soll es in diesem Jahr noch veröffentlicht werden. „Wir werden eine erste Single auf Soundcloud veröffentlichen, als Vorgeschmack auf die CD“, sagt Jonas Pötke.

Gelegenheiten, die neuen Songs vor Publikum zu testen, haben „Under Skin“ in den kommenden Monaten genügend. So werden sie bei der Barleber Rocknacht und dem Jugendfestival in Volkenroda in Thüringen auftreten. Zudem steht am 4. Juni ein Auftritt in Groß Rodensleben an.

Die nächste Gelegenheit, die fünf Fusion-Rocker zu sehen, besteht allerdings bereits am Sonnabend, 9. April, in Magdeburg. In der Sudenburger Markthalle, Rottersdorfer Straße 1b, werden sie beim Vorentscheid zum SWM-Talentverstärker teilnehmen und brauchen reichlich Unterstützung ihrer Fans.

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