Groß Santersleben l Immer wenn auf dem Groß Santersleber Sportplatz Fußball gespielt wird – sowohl zu Trainingszeiten oder zu Spielen –, ist der Vereinspräsident Jens Alicke in großer Sorge. „Das betrifft vor allem die Kinder“, erklärt er. Der Grund: Der Sportplatz liegt an der Durchgangsstraße in Groß Santersleben.

Zum Umziehen nutzen die Kicker aller Altersklassen die Räumlichkeiten im Sportlerheim, das aber durch die Straße vom Sportplatz getrennt ist. Das heißt, dass vor und nach dem Training oder bei den Spielen die Straße mehrmals überquert werden muss. Jens Alicke spricht davon, dass die Fahrzeuge den Bereich oft mit mehr als (der dort erlaubten) 50 Kilometern pro Stunde passieren würden und so eine Gefahr für die Freizeitsportler bestünde. Aufgestellte Kegel sowie die zwischenzeitlich angebrachten gemalten Kinderfiguren aus der Werkstatt des Rottmerslebers Hans-Eike Weitz würden ebenso wie vor dem Sportlerheim geparkte Autos den Verkehr wenig abbremsen.

Seine Bestrebung lief darauf hinaus, einen Fußgängerüberweg zu schaffen. „Etwa zwei Jahre kämpfe ich schon dafür“, so Alicke. Inzwischen hat das Problem aber auch die Sperrkommission des Landkreises erreicht und Jens Alicke und Groß Santerslebens Ortsbürgermeister Andreas Burger können einen kleinen Erfolg zugunsten der Sicherheit der Kinder vermelden.

Nach mehreren Vor-Ort-Terminen, einer davon auch mit dem Sportvereinsvorsitzenden und dem Ortsbürgermeister, wurde der Gefahrenbereich mit je einem Schild aus beiden Richtungen gekennzeichnet. Inzwischen sind die Schilder „Fußgänger“, die aus Sicht der Initiatoren weniger auf die Sicherheit der Kinder abzielten, nochmals durch „Achtung Kinder“-Schilder ersetzt worden. Auch der Bereich von den Schildern bis zu der Stelle, an der die Straße überquert wird, wurde vergrößert. Die Einrichtung eines Fußgängerüberweges wurde seitens des Landkreises abgelehnt.

„Wir wissen nicht, ob die Kraftfahrer jetzt dadurch doch vorsichtiger fahren“, schätzt Andreas Burger ein und bringt die blinkenden „Smiley-Schilder“ als mögliche Alternative ins Spiel. Doch dafür muss sich jemand finden, der die Kosten übernehmen würde.