Wolmirstedt l Die Auszählung der Wählerstimmen zog sich hin. Kurz vor Mitternacht hatten erst zwei von zehn Wahllokale Ergebnisse für die Stadtratswahl abgeliefert. Nach diesen ersten Auszählungen lag die CDU vorn, gefolgt von der SPD, der wiederum lag AfD dicht auf den Fersen. Dieses Ergebnis ist nicht aussagekräftig, im Laufe der Nacht kann sich vieles verschoben haben. Ein Trend wurde dennoch deutlich: Auch die Kommunale Wählergemeinschaft Börde scheint bei den Wählern gut angekommen zu sein. Sie landete nach der Auszählung der ersten beiden Wahllokale auf Platz Vier. Vermutlich läuft es zwischen der SPD, der AfD und der Kommunalen Wählergemeinschaft Börde auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz Zwei hinaus. Am Montag, 27. Mai 2019, werden die Aussagen dazu klarer sein.

Damit sieht es so aus, als könnte die CDU weiterhin stärkste Kraft im Wolmirstedter Stadtparlament bleiben. Sie hat derzeit die Hälfte der Sitze inne, nämlich 14 von 28. Diese Mehrheit scheinen die Christdemokraten nach der gestrigen Wahl nicht mehr zu erreichen, dafür mischen vermutlich mit der AfD und der Kommunalen Wählergemeinschaft (KWG) Börde künftig zwei Neulinge mit. Die SPD ist zurzeit mit fünf Sitzen im Stadtrat vertreten, es wird sich zeigen, ob sie in dieser Stärke erhalten kann.

Wahlbeteiligung leicht angestiegen

Die vorläufigen Wahlsieger dieser ersten beiden Wahllokale waren diejenigen, die mit den längsten Listen zur Stadtratswahl angetreten waren. Die CDU war mit 23 Bewerbern ins Rennen gegangen, die KWG Börde mit 20 Bewerbern, die SPD mit 14 Kandidaten und die AfD war mit 8 Männern und Frauen auf der Liste vertreten.

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Dass der Wahlabend lang werden würde, war abzusehen. Erst wurden die Stimmen der Europawahl ausgezählt, dann folgten die Stimmen für die Kreistagswahl. Erst als deren vorläufige Ergebnisse feststanden, widmeten sich die Mitarbeiter in den Wahllokalen den Listen für die Stadtratswahl. Ganz zum Schluss wurden in den Ortschaften ermittelt, wieviele Stimmen die Kandidaten für die Ortschaftsräte bekommen hatten.

Zuwachs verzeichnet auf jeden Fall die Wahlbeteiligung. Etwa 43,33 Prozent der Wähler haben einen neuen Stadtrat gewählt, das sind 4,23 Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Von den 9852 Wahlberechtigten der Einheitsgemeinde Wolmirstedt sind über 4200 Männer und Frauen an die Urnen gegangen.