Landtagswahl

Stahlknecht gewinnt im Wolmirstedter Wahlkreis das Direktmandat

Die Entscheidung der Wähler war deutlich: Holger Stahlknecht gewinnt im Wolmirstedter Wahlkreis erneut das Direktmandat für die CDU. Seine Kontrahenten folgen mit großem Abstand, allen voran Felix Zietmann (AfD).

Von Gudrun Billowie
Den Wahlsieg haben Holger Stahlknecht und seine Frau Barbie zu Hause mit ein paar Freunden gefeiert. Der Wellener hat das Direktmandat für die CDU gewonnen. Die sonst üblichen Wahlpartys konnte es coronabedingt nicht geben.
Den Wahlsieg haben Holger Stahlknecht und seine Frau Barbie zu Hause mit ein paar Freunden gefeiert. Der Wellener hat das Direktmandat für die CDU gewonnen. Die sonst üblichen Wahlpartys konnte es coronabedingt nicht geben. Foto: Gudrun Billowie

Wolmirstedt - Die CDU hat die Landtagswahl klar gewonnen, das war auch im Wahlkreis Wolmirstedt deutlich. Holger Stahlknecht errang mit 40,39 Prozent erneut das Direktmandat, konnte sogar im Gegensatz zu 2016 noch über zwei Prozent zulegen. „Ich freue mich über das gute Wahlergebnis“, sagte er, „so deutlich habe ich es nicht erwartet. Stahlknecht hatte seinen sicheren CDU-Listenplatz 2 zur Verfügung gestellt und war ausschließlich als Direktkandidat angetreten. „Ich wollte wissen, ob mich die Wählerinnen und Wähler weiter im Landtag sehen wollen.“ Seit Sonntagabend ist klar: Sie wollen. Damit steht für Holger Stahlknecht fest: „Ich nehme das Mandat an und werde im Landtag weiter für die Region streiten.“

AfD hat Prozentpunkte verloren

Felix Zietmann (AfD) hatte sich ebenfalls um das Direktmandat im Wahlkreis beworben, war aber gegen seinen CDU-Kontrahenten chancenlos. Er erreichte 20,64 Prozent, verlor aber im Gegensatz zu 2016 fast vier Prozent. „Ich persönlich bin nicht zufrieden“, schlussfolgert er, „ich muss nun schauen, wo Bürger unzufrieden waren, wo der Schuh drückt, damit wir beim nächsten Mal wieder mehr Stimmen bekommen.“ Felix Zietmann sah für sich am Wahlabend trotzdem gute Chancen, über die AfD-Landesliste einen Platz im Landtag zu bekommen.

Für Kristin Heiß (Die Linke) ist Schluss

Für Kristin Heiß (Die Linke) hingegen ist Schluss. Sie hat rund elf Prozent der Stimmen und damit weit entfernt von einem Direktmandat. Ihr hinterer Listenplatz reicht nicht aus, um erneut in den Landtag einzuziehen. Sie zeigte sich am Wahlabend enttäuscht: „Wenn die Menschen der Kompetenz der CDU und der AfD mehr vertrauen, ist das so. Ich denke, ich habe gute Arbeit im Landtag gemacht. Schade, dass das nicht angekommen ist.“ Nun geht sie beruflich andere Wege.

Katrin Gensecke (SPD) hätte sich mehr Stimmen gewünscht, für sich als Direktkandidatin (8,23 Prozent) und für ihre Partei. „Ich bin traurig und enttäuscht“, sagt sie, „wir haben großen Wahlkampf gemacht, auch online, und viel Zuspruch bekommen. Aber das Ergebnis ist bitter.“

Janett Altrichter war für Bündnis90/Die Grünen ins Rennen gegangen, mit 3,9 Prozent war ein Direktmandat jedoch unerreichbar. Auch sie hatte sich mehr versprochen. „Wir hätten uns mehr Stimmen gewünscht, vor allem auf Landesebene.“

FDP-Direktkandidat Jürgen Fritzenkötter war am Wahlabend nicht zu erreichen.

Wahlbeteiligung ist gestiegen

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis Wolmirstedt betrug 66,48 Prozent, rund zwei Prozent mehr als 2016.