Wolmirstedt l Das durch die Volkshochschule Börde initiierte und in Kooperation mit der AWO-Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“ durchgeführte Talent Campus im Wolmirstedter Bildungs- und Freizeitzentrum (BFZ) stand unter dem Thema „Theater trifft Roboter“. Der Interessenslage folgend, war das Campus entsprechend gut besucht. Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche von neun bis 18 Jahre. „Wir haben mehr als 20 Teilnehmer im Alter von neun bis 14 Jahren aus zu unserem Bildungsprogramm in Wolmirstedt begrüßt“, zeigte sich Saskia Leberecht, Programmbereichsleiterin bei der Kreisvolkshochschule, zufrieden mit der Resonanz.

Die Jugendlichen gehen in die Leibniz- und Gutenbergschule in Wolmirstedt sowie in Grundschulen Barleben, Dahlenwarsleben und Samswegen. Das Programm wird vom bundesdeutschen Ministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Campus seit 2014

Die Kreisvolkshochschule veranstaltet den Talent Campus bereits seit 2014. Zum zweiten Mal in Wolmirstedt, erstmals nun im BFZ. „Wir hatten schon viele verschiedene Themen wie Hip-Hop, Graffiti, Fotocomics und Capoeira. Durch die Schulsozialarbeiter sind wir immer ganz nah an den Schülern und versuchen so Themen aufzugreifen, die sie interessieren. So ist die Wahl dieses Mal auf das Thema ‚Theater und Roboter‘ gefallen“, sagt Saskia Leberecht und führt weiter aus: „Während der Projektwoche geht es neben dem Spaß immer auch darum, den Kindern kulturelle und Sozialkompetenz zu vermitteln.“

Das ist rundum gelungen. Da auch ein paar Kinder mit arabischen Wurzeln unter den Teilnehmern waren, lernten die anderen beispielsweise einige Worte wie „Hallo“ und „Tschüss“ auf Arabisch.

Theaterstücke zum Abschluss

Am Ende der Projektwoche steht jedes Jahr eine Abschlussveranstaltung. Dazu hatten sich viele Eltern, Großeltern und Geschwister im Saal des BFZ eingefunden, die sich interessiert daran zeigten, was die Ferienkinder in der Woche auf die Beine gestellt haben. Dieses Mal handelte es sich um zwei besondere Theaterstücke, die sich die Kinder selbst ausgedacht sowie die Kulissen und Kostüme dazu entworfen haben. Der Clou: neben den Schülern gehörten auch die Roboter zum Ensemble.

„Wir haben die Roboter zusammen mit Lego Mindstorms gebaut. Zunächst gab es einen Schnupperkurs. Dann ging es um die Sensoren und Bewegungen der Roboter. Anschließend haben die Schüler überlegt, wie sie die Roboter am besten in die Theaterstücke integrieren können und Kostüme für sie hergestellt“, erzählt Katrin Gerling, die die Kinder die gesamte Woche begleitet hat. Sie ist Mitarbeiterin des Unternehmens Q-fin aus Magdeburg, das solche Roboterkurse an Schulen und in den Ferien anbietet.

Doch haben die Kinder nicht nur gezeigt, dass sie den Umgang mit der Technik beherrschen. Mit ihren Theaterstücken haben sie auch ordentlich Humor und Fantasie bewiesen. In der Geschichte vom „eiskackenden Huhn“ wurde beispielsweise dem Roboter „Der böse Stinkefinger“ der Garaus gemacht. Und auch die Geschichte „Die Verwandlung des Jogi“ mitsamt dem „Donut-Affen“ und dem Roboter „Henriette, das fliegende Schwein“ amüsierte die Zuschauer nicht weniger. Mit großem Applaus ging eine spaßige und lehrreiche Ferienwoche zu Ende und die Vorfreude auf kommende Aktivitäten geweckt.