Wolmirstedt l Großes Aufatmen bei den Mitarbeitern des Tierheims und den Mitgliedern des Tierschutzvereins Wolmirstedt, der das Tierheim betreibt. Seit dem 1. August verfügt das Tierasyl wieder über eine Betriebserlaubnis. „Diese war im Oktober 2015 abgelaufen und wurde seitdem nicht wieder beantragt. Wir hatten lediglich die mündliche Erlaubnis eines Veterinärmediziners“, erklärt Otfried Müller, Schatzmeister des Tierschutzvereins. „Es gab keine gravierenden Mängel, sondern ein grundsätzlich personelles Problem“, beschreibt er den Grund, warum keine neue Genehmigung beantragt wurde. Dass diese nun wieder ausgestellt wurde, sei auch den vielen Sponsoren und der Politik zu verdanken, die sich tatkräftig dafür eingesetzt haben, wie Marlies Müller, geschäftsführender Vorstand des Tierschutzvereins hinzufügt.

Auch die personellen Differenzen seien nach der Wahl eines neuen Vorstandes Anfang April beigelegt, kleine bauliche Mängel behoben wurden. „Es gab ein paar Sachen, die man aufarbeiten musste. Beispielsweise wurden Zwischenwände entfernt, um Sichtkontakt zwischen den Tieren zu ermöglichen und Zwinger nummeriert“, erklärt Mandy Köhler, die seit Februar das Tierheim leitet und fügt hinzu: „Vor kurzem waren die Amtsveterinäre bei uns und haben überprüft, ob alles den Anforderungen entspricht. Das ist nun der Fall.“

Erste Tiere wurden schon gebracht

Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Wolmirstedt, Barleben und anderen Gemeinden des Umkreises werde nun wieder aufgenommen. Diese hatten streunende Tiere bisher in das Tierheim Satuelle bringen müssen. „Wir müssen alles neu beantragen, sind aber schon auf die Gemeinden zugegangen“, sagt Otfried Müller.

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Das der Aufnahmestopp beendet wurde, macht sich bereits bemerkbar. So tauchen beispielsweise Lea Wricke und Steven Sobik mit einer Transportbox im Wolmirstedter Tierheim auf. Darin ist ein circa fünf Monate altes, miauendes Kätzchen. „Wir haben sie am Freitag auf einem Parkplatz in der Samsweger Straße gefunden. Sie ist sehr zutraulich und kam gleich auf uns zu. Leider können wir sie selbst nicht aufnehmen, da wir schon drei Katzen haben“, sagt Wricke.

Neben der Katze haben Wricke und Sobik noch etwas im Gepäck: mehrere Beutel Katzen- und Hundefutter. Die Augen von Tierheimmitarbeiterin Evelin Horwitz beginnen zu strahlen. „Wir freuen uns sehr über Futter- und Geldspenden. Wir sind auf jede Hilfe angewiesen.“