Colbitz l Die Umwelttage haben Tradition. Im vergangenen Jahr wurde das zwölfjährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der Gemeinde Colbitz und der 3. Kompanie aus dem Gefechtsübungszentrum gefeiert. „Mit dieser fruchtbaren Partnerschaft machen wir deutlich, dass die Bundeswehr hier bei uns wesentlicher Bestandteil des gemeinschaftlichen Lebens und Miteinander ist. Das betrifft den gesellschaftlichen, aber auch kulturellen und gemeinnützigen Austausch zwischen den Partnern“, lobte Bürgermeister Eckhard Liebrecht das Engagement.

68 Soldaten hatten in den vergangenen Tagen die Ärmel hochgekrempelt und an zahlreichen Stellen ihre helfenden Hände gereicht. Mit ganz unterschiedlichen Werkzeugen bewaffnet, unterstützten die Angehörigen der Patenkompanie aus dem Gefechtsübungszentrum dabei, das Dorfbild zu verschönern. „Wir freuen uns sehr über diese tatkräftige Hilfe, zu der die Soldaten alljährlich für jeweils zwei Tage anrücken“, bedankte sich Eckhard Liebrecht bei der 3. Kompanie. „Es ist nicht immer einfach, die Umwelttage in den Dienstplan zu integrieren. Wir helfen aber sehr gern“, so der Kompaniechef, Hauptmann Hamann, und die „Mutter der Kompanie“, Oberstabsfeldwebel Chris Kupke.

Klassenräume eingeräumt

Auf vielfältige Weise leisteten die Soldaten an zwei Tagen im Dienste der Umwelttage. Mehrere Schwerpunkte waren ausgemacht worden. Groß war zum Beispiel die Freude der Verantwortungsträger von Grundschule und den Kindertagesstätten „Storchenwiese“ und „Heideblümchen“, als die Kameraden der Bundeswehr zum Helfen dort Einzug hielten. Für die Grundschule waren vor allem kräftige Hände gefragt. „Wir haben Klassenräume eingeräumt, Möbel, Tische und Stühle bewegt, so dass die Kinder mit dem Schulstart vorbildlich hergerichtete Unterrichtsräume vorgefunden haben. Das wäre für unsere Lehrerinnen wohl zu schwer gewesen“, zeigte sich Eckhard Liebrecht beeindruckt.

Bilder

Für die Kinder im Dorf ist in Summe tatsächlich viel geleistet worden. In den Kindertagesstätten der Ortschaft waren etliche Kameraden zugange, um für die Kleinen eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Auch der Spielplatz in der Heinrichstraße stand auf der Agenda. Den Spielplatz hatten die Soldaten der Patenkompanie vor einigen Jahren mit errichtet und er wurde in einer konzentrierten Pflegeaktion aufgehübscht, so dass die Kinder dort wieder zum Spielen gehen können.

Lob für die Hilfsbereitschaft

Auf dem Museumshof empfing Leiter Herbert Bilang eine Abordnung des 3. Kompanie. „Bei uns gibt es immer etwas zu werkeln, daher ist Unterstützung jederzeit willkommen. Nach dem Einsatz der Kameraden erstrahlt der Hof in neuem Glanz“, bedankte sich Herbert Bilang für die gelungene Aktion.

Ein weiterer Trupp war im Bereich des Jugendclubs eingesetzt, der seit mehr als einem Jahr geschlossen ist. Er soll im nächsten Jahr wieder in Betrieb genommen werden. „Die Unterstützung durch die Bundeswehr trägt mit dazu bei, dass wir dieses Ziel erreichen werden“ meinte Eckhard Liebrecht. Die 3. Kompanie habe sehr gute Arbeit geleistet und der großen Hitze getrotzt. „Spätestens zum Heide- und Bockbierfest Anfang September werden einige Soldaten wieder bei uns in Colbitz sein. Dann sind sie aber zum Mitfeiern eingeladen – wenn das Heidefest ansteht.“