Niederndodeleben l „Es war ein bisschen wie Ostereier sammeln“, waren sich die Geschwister Frida (12 Jahre), Alma und Arthur (beide 10) sowie Richard (4) einig. Den Karfreitag haben sie genutzt, um im Umfeld ihres Zuhauses im „Lämmertal“ in Niederndodeleben Müll zu sammeln. Schon vorher hatten die Schüler der Magdeburger Waldorfschule ein Schild gemalt, auf dem sie Vorbeifahrende aufklärten, dass sie „ihren“ Müll sammeln. „Wir haben noch ein zweites Schild mit dem Aufruf ‚Mach doch mit!‘, aber das ist ja jetzt nicht möglich“, machte Alma deutlich.

Auf die Idee dazu waren die Geschwister gekommen, weil ihr Vater von Unmengen Müll an den Straßenrändern erzählt hatte. Schon im vergangenen Jahr hatten sie sich zum Freiwilligentag auf die Müllsuche begeben und sind nach eigener Aussage auch durch Steffi Trittel, Bürgermeisterin der Gemeinde Hohe Börde, für ihre Vorbildwirkung gewürdigt worden.

Allerdings mussten sie feststellen, dass die Sammelaktionen wenig Wirkung bei denen zeigen, die ihren Müll achtlos in der Natur entsorgen. Schon als sie am Vormittag am Feldrand hinter dem Wohngebiet aufräumten, waren die Säcke gut gefüllt. „Wir haben sogar eine Motorradbatterie gefunden“, erklärte Arthur.

Am Nachmittag setzten sie ihre Müllsammeltour am Graben entlang des Olvenstedter Weges fort. Und sie möchten gern weitermachen. „Wir haben ja keine Schule und so wird uns nicht langweilig“, fügte Frida hinzu.