Wolmirstedt l Gute Nachrichten für alle Wasserratten: Gerade noch rechtzeitig zu den letzten Ferientagen 2019 erfuhr die Stadtverwaltung von Wolmirstedt: Das Schwimmbad kann wieder öffnen. Wegen der Krankheit des Schwimmmeisters Stefan Grahn war das Bad drei Wochen lang geschlossen gewesen. Neben dem Ausfall von Stefan Grahn hatte sich außerdem noch die zweite Schwimmeisterin verletzt, sagte Lutz Neumann, der bei der Stadtverwaltung für Sportstätten und Schwimmbäder verantwortlich ist.

Mit diesen beiden Ausfällen war es nicht möglich gewesen, den Badebetrieb aufrecht zu erhalten, erklärt er. Denn der Rettungsschwimmer darf nicht im Alleingang auf die Badegäste aufpassen. Mitten in der Hauptsaison war es nicht möglich, einen Schwimmeister als Ersatz zu finden, sagte der Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Und auch sonst nicht: „Schwimmmeister findet man nicht so einfach“, erklärt Lutz Neumann. Und das nicht nur in Wolmirstedt: Bundesweit fehlen nach Einschätzung des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister mindestens 2500 Fachkräfte für Bäder.

Weiterer Schwimmmeister für 2020

Künftig sei die Situation im Sommer 2019 in Wolmirstedt aber eine Lehre für die Zukunft, erklärt Lutz Neumann: Es sei angedacht, 2020 einen ausgebildeten Schwimmeister neu einzustellen, damit es nicht noch einmal bis zum Schließen des Bades kommen muss. Bisher war dies seit dem Bestehen des Schwimmbades in Wolmirstedt noch nie passiert.

Finanzielle Einbußen wird es sicherlich durch den Ausfall mitten in der Hauptsaison gebeben haben, sagt Lutz Neumann. In welcher Höhe, das sei noch nicht klar. Allerdings müsse man dabei bedenken, dass weniger Besucher auch weniger Chemie bedeuten, die die Stadt bezahlen müsse.